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Große Kreisstadt Erding


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Silber eine schräg gestellte blaue Pflugschar.


WAPPENGESCHICHTE
Die Pflugschar, ein Gerät zur Bearbeitung des Ackerbodens, ergibt ein auf den Ortsnamen Erding hinweisendes Bild. Der Ortsname wird vom Personennamen Ardeo abgeleitet und bezog sich vor der Gründung der Stadt Erding auf Altenerding. Hans Bauer verweist auf die phonetische Übereinstimmung von Ard, einem längst in Vergessenheit geratenen Wort keltischen Ursprungs für Pflugmesser und den im lokalen Dialekt gleich ausgesprochenen Arding für Erding; damit wäre das Pflugmesser im Wappen als für den Ortsnamen redende Figur zu interpretieren. In anderen Regionen ist das Pflugmesser als Arl bekannt. Die schrägrechts gestellte Pflugschar findet sich als städtisches Symbol schon im ältesten Siegel aus dem späten 13. Jahrhundert, das in Abdrucken seit 1303 überliefert ist. In den älteren Wappenabbildungen seit 1523 wird das Pflugmesser jedoch überwiegend senkrecht gestellt; die Tingierung wurde stets beibehalten. Erding hatte wohl schon vor 1229 Stadtstatus erlangt, wenn dieser in der Umschrift des Stadtsiegels auch erst seit 1634 vorkommt. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde am 1. Mai 1978 aus den bisher selbstständigen Gemeinden Altenerding, Langengeisling und der Stadt Erding die neue Stadt Erding gebildet. Damit wurden die bisher geführten Kommunalwappen gegenstandslos. Durch Stadtratsbeschluss vom 29. Mai 1978 wurde festgelegt, dass das bisherige Wappen der Stadt Erding bis zu einem gegenteiligen Beschluss weitergeführt werden soll. Dem stimmte auch die Regierung von Oberbayern zu. Der Wunsch der ehemaligen Gemeinden Altenerding und Langengeisling nach Schaffung eines neuen Wappens setzte sich nicht durch.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit Ende 13. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Das Wappen ist im Siegel überliefert; Siegelführung seit 1303 belegt. 1978 Neuannahme des bisherigen Wappens

Beleg  Schreiben der Regierung von Oberbayern vom 04.08.1978

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Altenerding, Langengeisling


LITERATUR
Hupp, Otto: Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, 6. Heft: Oberbayern und Niederbayern, Frankfurt am Main 1912, S. 43, 47
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 17, 47 (zu Altenerding und Erding)
Bayerisches Städtebuch, hg. v. Erich Keyser und Heinz Stoob, Stuttgart 1974, Bd. 2, S. 179
Schierl, Wolf A. / Schmöger, Joe A.: Die Wappen des Landkreises Erding, in: Erdinger Land 10 (1986), S. 46-51
Baumann, Cornelia: Altlandkreis Erding (Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberbayern 3), München 1989, S. 44 f.
Reitzenstein, Wolf-Armin von: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung, 2. Aufl., München 1991, S. 28, 127
Herleth-Krentz, Susanne Margarethe / Mayr, Gottfried: Das Landgericht Erding (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 58), München 1997, S. 215 ff.
Bauer, Hans: Ard für Arding - das keltische Erbe im Wappen der Stadt Erding: warum die Pflugschar Ende des 13. Jahrhunderts ein logisches Logo war, in: Land und Leute (Erding) 44 (2000), S. 1-3
Bauer, Hans: Ard für Arding, keltisches Erbe im Wappen der Stadt Erding? In: Erdinger Land 19 (2001), S. 7-16
Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, Sonderausgabe München 1985, Bd. 1/1, Sp.145 (Arl: Pflugmesser, kleiner Pflug)
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1957, S. 72 (zu Altenerding); 1962, S. 80 (zu Langengeisling)


FAHNE
Weiß-Blau-Weiß (seit 1963)
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberbayern
Landkreis  Erding
Fläche  54.64 qkm
Einwohner  35756
Ew/qkm  654
Breite  48.3 Nördliche Breite
Länge  11.9127 Östliche Länge
GKZiffer  9177117
PLZ  85435
Region  Region 14 München
KFZ-Kennz.  ED
Internet  Große Kreisstadt Erding
E-Mail  Große Kreisstadt Erding
 
Oberbürgermeister Max Gotz
Landshuter Str. 1 85435 Erding (Hausanschrift)
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