Burgen
in Bayern

Burgruine Schellenberg

Burg Schellenberg wurde 1347 als Bestandteil der Herrschaft Waldthurn durch die Herren von Waldau errichtet und fiel bereits kurz darauf (1352) bei einer Besitzteilung an Konrad von Waldau. 1360 nahm Ulrich von Waldau zu Waldthurn die Burg Schellenberg von König Karl IV. zu Lehen, der sie 1373 an Herzog Otto von Bayern abtrat. Die an Philipp von Guttenberg verpfändete Burg wurde in der Guttenberger Fehde 1498 von Konrad von Wirsberg, Hauptmann der Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach, erobert und zerstört, danach zwar von den Waldthurnern ausgelöst, aber nicht mehr wiedererrichtet. 1540 veräußerte Georg von Waldau zu Waldthurn die Herrschaft Waldthurn samt der Ruine an Willibald Albrecht Eitel von Wirsberg, 1648 erwarb Fürst Wenzel von Lobkovitz die Ruine und errichtete ein nahe gelegenes Jagdschloss, das 1865 abgerissen wurde. Heute ist die Burgruine saniert, durch einen Steg vom Nachbarfels her erschlossen und mit einem hölzernen Aussichtsturm versehen.

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Koordinaten: 12.398889, 49.732222

Baugeschichte

Eine eingehende burgenkundlich-bauhistorische Bewertung der Bausubstanz steht noch aus. Die Burganlage soll 1347 erbaut worden sein, was vorzüglich zur Baugestalt und zur Mauertechnik des etwa 18 x 10 m großen, polygonalen Wohnturms passt. Baudetails sind aufgrund der Sanierung nicht mehr erkennbar, es dürfte sich dennoch um ein homogenes Bauwerk handeln.

Baubestand

Weithin sichtbar thront die Ruine des Wohnturms in 826 m ü NN auf einem gewaltigen, fast 10 m hohen Granitfels, der sich von einer bewaldeten Bergkuppe erhebt. Der wiederhergestellte Zugang über einen Steg vom benachbarten Felskopf, auf dem noch Spuren eines Gebäudes verbleiben, führt zum Westeck eines länglichen Wohnturms. Dessen Giebelseiten nach Nordost und Südwest winkeln mehrfach ab. Die noch bis zu 9 m hohen und bis zu 2 m starken Mauern aus Bruchstein mit gequaderten Ecken haben kaum Baudetails bewahrt, die gesamte Südostseite ist weitgehend abgegangen. Das Mauerwerk ist heute saniert und durch einen hölzernen Steg erschlossen. Zweifelsohne nutzte die Burganlage die vielen einzelnen Granitblöcke, um diese mit Mauern zu verbinden und zu überbauen.
Nach Osten war halbkreisförmig die Vorburg vorgelagert, an deren Tor in der Ostfront sich ein gewölbter Keller erhalten hat.

Touristen Information

Die Burgruine Schellenberg ist frei zugänglich. Der Aussichtsturm bietet einen blick über die ruine flossenbürg bis zum Parkstein. Sehenswert sind insbesondere auch die Felsformationen, auf denen die Burgruine steht. Man erreicht die Burgruine Schellenberg auf einem Wanderweg, ausgehend vom Parkplatz Planer Höhe, östlich von Waldkirch.

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