Burgen
in Bayern

Burgruine Rumburg Kinding-Enkering

Zwischen 1219 und 1229 erscheint das offenbar edelfreie Geschlecht der Herren von Enkering mehrfach urkundlich, wohingegen die Rumburg als Rannburch erst 1361 urkundlich erstmals direkt genannt wird. Sie befand sich damals in Besitz der Herren von Absberg, die wohl gegen Mitte des 13. Jhdts. in Besitz von Enkering gekommen waren. 1521-1528 hielt der Schwäbische Bund die R. besetzt, da Erasmus von Absberg in die Fehde gegen den Raubritter Hans Thomas von Absberg verstrickt war. 1540 brannte die Burg versehentlich nieder. 1546 erwarb der Eichstätter Bischof Moritz von Hutten Burg und Herrschaft, was einen siebzehnjährigen Rechtsstreit mit der Stammlinie zu Absberg auslöste. Die Burg bleib beim Hochstift, geriet allerdings in Verfall.

Text: Joachim Zeune

Wikipedia: zum Eintrag
Koordinaten: 11.357315, 48.994865

Baugeschichte

Die exakte Baugeschichte der leider schlecht erforschten Burg ist kaum bekannt. Die Burg soll um 1350/60 von den Absbergern erbaut worden sein. Die Burgkapelle St. Georg wird 1480 erwähnt. Über dem östlichen Tor war das bislang noch nicht datierte Ehewappen der Absberger / Schenk von Reicheneck (nach anderen Quellen: Absberg / von Guttenberg) aufgemalt. Sanierungsarbeiten erfolgten 1937-39, 1964 und 2003.

Text: Joachim Zeune

Baubestand

Die einem sich nach Norden verengenden, langen Trapez gleichende Hauptburg auf dem Bergsporn wird durch einen mächtigen Halsgraben von der leicht erhöhten, sicherförmigen Vorburg getrennt, die ihrerseits einen schmäleren Halsgraben besaß. Kurioserweise weist die R. zur Gefahrenseite nach Süden zwei direkt hintereinander liegende massive Mauerzüge im Abstand von nur 0,5 m auf. Der innere Mauerzug ist als Schildmauer hochgezogen und zeigt Bruchsteinmauerwerk mit Buckelquadern an den Ecken. Der vordere Mauerzug ist nur als Fundament erhalten, wurde vermutlich, da zu nah am Graben, niemals richtig aufgemauert. Die Hauptburg besaß zwei sich gegenüberliegende Tore in den West- und Ostseiten, von denen das westliche Tor zur Vorburg hin durch ein jüngeres Torvorwerk geschützt wurde. Einer Ansicht von 1568 zufolge war dieser Torbau als spitziger Turm ausgeführt. Am sturmfreien Nordende stand mauerbündig der heute noch dreigeschossige, ungewölbte Palas, von dem im 2. Stock noch vier breite, überwölbte Fensternischen mit seitlichen Sitzbänken verbleiben. Am Südwesteck sind noch Spuren eines Mauerzuges zu erkennen.

Text: Joachim Zeune

Touristen Information

Die Rumburg ist frei zugänglich und auf eigene Gefahr zu besichtigen. Von Enkering aus führt ein beschilderter Weg zur Burg. Es bestehen begrenzte Parkmöglichkeiten am Zufahrtsweg.

Karte

Weitere Bilder