Burgen
in Bayern

Burgruine Poppberg

Im Jahr 1282 erscheint ein Albrecht von Poppberg vermutlich als Dienstmann der Grafen von Hirschberg. 1305 kam Poppberg an das Herzogtum Bayern, 1329 an die Pfalz. Von 1353 bis 1373 befand sich die Burg im Besitz von Kaiser Karl IV., ging dann zuerst an Markgraf Otto von Brandenburg und 1379 erneut an das Herzogtum Bayern über. Bei der Teilung des Herzogtums 1393 erhielt Herzog Johann die Burg, die Pfalzgraf Ruprecht III. zwei Jahre später erwarb mit der Verpflichtung, Baumaßnahmen zu ergreifen. Die Burg soll in den Hussitenkriegen (1430) zerstört worden sein, da sie 1453 als öd und wüst beschrieben wird. Sie kam 1791 an das Kurfürstentum Bayern. Im zweiten Weltkrieg diente sie für die Flugwache. Heute befindet sie sich in Privatbesitz.

Wikipedia: zum Eintrag
Koordinaten: 11.585277, 49.413584

Baugeschichte

Die Baugeschichte der Burg Poppberg ist nur unzulänglich erforscht. Ob Pfalzgraf Ruprecht III. nach 1395 tatsächlich Geld in die Burg verbaute, bleibt daher unklar. Der wohnturmartige Palas mit Bergfried dürfte aus typologischen Erwägungen heraus (Bruchsteinmauerwerk mit Buckelquadern nur an den Ecken) in die Mitte des 13. Jahrhunderts datieren. Ob diese Buckelquader allerdings bauzeitlich sind oder als Spolien verbaut wurden, ist ebenso unklar wie die Datierung dieser Buckelquader, die natürlich auch aus dem 15. Jahrhundert stammen könnten. Hier fehlen die Forschungen zur Baugeschichte.
Der Backsteinaufbau über dem Viereckturm stammt von der Flugwache, die im Zweiten Weltkrieg hier eingerichtet wurde.

Baubestand

Die noch immer eindrucksvollen Burgreste ragen 653 m über Meereshöhe vom felsigen Gipfel des mäßig steilen Poppbergs auf. Eine polygonal dem Plateau angepasste Ringmauer umfriedet ein 75 x 45 m großes Areal, das sich in eine kleine Hauptburg im Westen und eine doppelt so große Vorburg im Osten unterteilt. Die Nordseite der Hauptburg besteht aus einem mauerbündig in die Umwehrung eingestellten wohnturmartigen Palasgebäude von 24 x 12 m, dessen Bruchsteinwände noch vier Geschosse erahnen lassen. Im 2. Obergeschoss haben sich seitliche Türen auf die ehemaligen Wehrgänge erhalten, während sich in der Südseite der obligate Hocheingang öffnete.
Ein Felskopf am Südwesteck der Hauptburg trägt den Rest eines etwa 7 x 7 m großen Bergfrieds, der im Zweiten Weltkrieg die Flugwache trug.
Die Vorburg soll an ihrer Nordseite die Reste einen kleinen quadratischen Flankierungsturms aufweisen.

Touristen Information

Die Burgruine Poppberg befindet sich in Privatbesitz. Sie ist frei zugänglich. Ein Weg führt vom gleichnamigen Ort aus nach einem Anstieg durch den Wald in Serpentinen nach kurzer Zeit zur Ruine. Einkehrmöglichkeiten gibt es im Ortsteil Poppberg im Landgasthof „Zum Schloss“ mit eigener Metzgerei, Biergarten und Übernachtungsmöglichkeiten. Spezialität sind die Braten, vom Schäufele bis zum Schweinsbraten, von der Kalbshaxe bis zum Spanferkel, die Samstag, Sonntag und an Feiertagen aufgetischt werden: www.zum-schloss.de

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