Burgen
in Bayern

Burgruine Amerang Bad Reichenhall-Karlstein

Tradiert wird fälschlicherweise, die Burg sei Mitte des 12.Jhdts. von den Peilsteinern als Doppelsperre mit der direkt gegenüber liegenden Burg Karlstein erbaut worden, um die Straße von Reichenhall nach Tirol zu beherrschen. Korrekt ist vielmehr, dass die Burganlage durch das Erzbistum Salzburg als Gegenburg zur Burg Karlstein wohl Mitte des 12. Jhdts. errichtet wurde - bald nach dem Bau der Burg Kirchberg und zeitgleich mit der Burg Vager. 1218 soll die Burg erwähnt sein, doch dies ist fraglich. Sie taucht definitiv Mitte des 13. Jhdts. in Enikels Fürstenbuch als das hous haizzet Amrange auf. Als salzburgische Veste dürfte sich A. unter den acht Burgen finden, die Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern 1262 im Zuge seiner kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Erzbistum Salzburg zerstörte. Darauf deuten auch 2002 aufgefundene verformte Geschossspitzen hin. Da Brandschichten fehlen, dürfte es sich lediglich um eine Niederwerfung der Mauern gehandelt haben. Seitdem dürfte die Burg in Verfall geblieben sein.
Noch im 19. Jhdt. war die Burg A. als „Koferstein“ bekannt. Im Juni 2002 wurden mehrere archäologische Schnitte angelegt.

Wikipedia: zum Eintrag
Koordinaten: 12.841228, 47.716538

Baugeschichte

Die Baugeschichte der fast alpin gelegenen kleinen Burganlage ist weitgehend ungeklärt, viele Mauern wurden von Anwohnern gebrochen und ins Tal geworfen. Im Kugelbachhof vermauerte marmorne Tür- und Fenstergewände der Spätgotik sollen von der Burg stammen, doch dies kann nicht stimmen, da es sich bei A. um einen kaum bewohnbaren Zweckbau handelte, der bereits im 13. Jhdt. unterging.
Das gut gearbeitete Mauerwerk aus kleinen Quadern, sog. Handquadern, und einige archäologische Funde verweisen auf eine Entstehung um 1130/40 – 1180. Allein der großflächige archäologische Abtrag der heutigen Hügeloberfläche könnte hier Klarheit bringen.
Das älteste Mauerwerk scheint aufgrund seiner sauber gesetzten Handquader in die Zeit um 1150 zurück zu reichen.

Baubestand

Die Baugeschichte der fast alpin gelegenen kleinen Burganlage ist weitgehend ungeklärt, viele Mauern wurden von Anwohnern gebrochen und ins Tal geworfen. Im Kugelbachhof vermauerte marmorne Tür- und Fenstergewände der Spätgotik sollen von der Burg stammen, doch dies kann nicht stimmen, da es sich bei A. um einen kaum bewohnbaren Zweckbau handelte, der bereits im 13. Jhdt. unterging.
Das gut gearbeitete Mauerwerk aus kleinen Quadern, sog. Handquadern, und einige archäologische Funde verweisen auf eine Entstehung um 1130/40 – 1180. Allein der großflächige archäologische Abtrag der heutigen Hügeloberfläche könnte hier Klarheit bringen.
Das älteste Mauerwerk scheint aufgrund seiner sauber gesetzten Handquader in die Zeit um 1150 zurück zu reichen.

Karte

Weitere Bilder