Burgen
in Bayern

Burg Lisberg Lisberg

Der Name Elitzberg wird bereits um 820 erstmals erwähnt. Die Herren von Lisberg tauchen dagegen erstmals im Jahr 1200 urkundlich auf. Unterschiedliche Lehensherrschaften kennzeichnen die Geschichte der Burg. 1398 kam die Hauptburg als Lehen an den Ansbacher Markgraf Friedrich VI., während Vorburg und das Dorf Lehen des Hochstifts Würzburg waren. Ende des 14. Jahrhunderts teilten sich bereits mehrere adlige Familien den Besitz. 1522 starb mit Fabian von Lisberg das Geschlecht aus. Zu dieser Zeit war die Burg als Ganerbenburg in mehrere Besitzungen unterteilt, die u.a. von den Herren von Lauffenholz, Aschhausen sowie Giech gehalten wurden. Bis 1707 saßen die Freiherren von Münster auf der Burg, ab 1855 die Grafen von Castell. Im Bauernkrieg 1525 wurde nur die Vorburg beschädigt. Von den Markgrafenkriegen und dem Dreißigjährigen Krieg blieb die Burganlage verschont.

Text: Joachim Zeune

Wikipedia: zum Eintrag
Koordinaten: 10.727012, 49.884031

Baugeschichte

Die ältesten Bauten der unzulänglich erforschten Burg sollen noch auf das 12. Jhdt. zurückgehen und den Bergfried sowie Teile des Torhauses umfassen. Letzteres stellt allerdings mit seinem Treppengiebel und den Vorhangfenstern einen umfassenden Neubau des 16. Jhdts. dar. Der Bergfried wird alternativ in die 2. Hälfte des 13. Jhdts. datiert. 1421 wird die Burgkapelle St. Nikolaus und Anna erwähnt. Mehrfach umgebaut und erweitert wurde der mehrteilige, im Kern gotische Wohnbau. Der Mitteltrakt wurde größtenteils um 1600 errichtet, der Westbau entstand Anfang des 16. Jahrhunderts. Um 1800 trug man den Bergfried teilweise ab und versah ihn mit dem heutigen Mansarddach.

Text: Joachim Zeune

Baubestand

Die Spornburg L. zählt zu den ältesten und am besten erhaltenen fränkischen Burgen. Sie gilt als romanische Anlage mit späteren Um- und Erweiterungsbauten. Ein Graben trennt noch heute Vor- und Hauptburg. Auch der Halsgraben der Vorburg ist noch zu sehen. Um die Burg und um den nördlichen Teil der Vorburg führt ein Zwinger. In der Vorburg haben sich noch ein Rundturm und der Torbau mit dem Giech-Wappen und der Bauinschrift 1521 erhalten. Noch immer dominiert der mächtige runde Bergfried, dessen Sockelgeschoss ein Gerichtsgefängnis enthält, Burg und Umland. Der Renaissance-Wohnbau besitzt noch eine ansehnliche Burgküche und einen Rittersaal, den Otto Philipp von Münster 1776 umgestalten ließ.

Text: Joachim Zeune

Touristen Information

Die Burg ist heute in Privatbesitz und kann nach Vereinbarung unter Tel. 09549 207 besichtigt werden.

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