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Burgen in Bayern > Hohenburg > Baugeschichte
Burgruine Hohenburg, Lenggries







Baugeschichte

Über die Baugeschichte der Hohenburg ist aufgrund der spärlichen Baureste ohne großflächige archäologische Ausgrabungen wenig auszusagen. Die detailfreudige Darstellung von 1701 lässt eine komplexe Baugeschichte vermuten, wobei die eindeutigen Nennungen einer „Hohenburch“ während der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts eine Burg um 1100 sehr nahelegen. Ältester Bestand sollte die Ringmauer sein, die den Umriss der Burg festlegt. Wie die zugehörigen Kernbauten aussahen, ist unklar. Der Bergfried mit seinem Kreuzgewölbe und seiner Innenschale aus lagerhaften, grob quaderhaft behauenen Kalksteinen gehört zweifelsohne der jüngeren Generation von Bergfrieden nach 1230 an. Im Lauf der nächsten Jahrhunderte wurde die Bebauung der Hohenburg mehr und mehr verdichtet, wobei offenbar eine große Aus- oder Umbaumaßnahme in die Zeit der Renaissance, also nach 1550, fiel.

Text: Joachim Zeune