Trennlinie 01

   Trennlinie 06
Burgen in Bayern > Amerang > Geschichte
Burgruine Amerang, Bad Reichenhall-Karlstein







Geschichte

Tradiert wird fälschlicherweise, die Burg sei Mitte des 12.Jhdts. von den Peilsteinern als Doppelsperre mit der direkt gegenüber liegenden Burg Karlstein erbaut worden, um die Straße von Reichenhall nach Tirol zu beherrschen. Korrekt ist vielmehr, dass die Burganlage durch das Erzbistum Salzburg als Gegenburg zur Burg Karlstein wohl Mitte des 12. Jhdts. errichtet wurde - bald nach dem Bau der Burg Kirchberg und zeitgleich mit der Burg Vager. 1218 soll die Burg erwähnt sein, doch dies ist fraglich. Sie taucht definitiv Mitte des 13. Jhdts. in Enikels Fürstenbuch als das hous haizzet Amrange auf. Als salzburgische Veste dürfte sich A. unter den acht Burgen finden, die Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern 1262 im Zuge seiner kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Erzbistum Salzburg zerstörte. Darauf deuten auch 2002 aufgefundene verformte Geschossspitzen hin. Da Brandschichten fehlen, dürfte es sich lediglich um eine Niederwerfung der Mauern gehandelt haben. Seitdem dürfte die Burg in Verfall geblieben sein.
Noch im 19. Jhdt. war die Burg A. als „Koferstein“ bekannt. Im Juni 2002 wurden mehrere archäologische Schnitte angelegt.