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Burgen in Bayern > Marzoll > Geschichte
Schloss Marzoll, Bad Reichenhall-Marzoll







Geschichte

Die Herren von M. hatten angeblich bereits im 11. Jhdt. einen Sitz hier, dessen Position und Aussehen allerdings unbekannt sind. Möglicherweise bereits den 1480er Jahren verließ das angesehene Patriziergeschlecht der Fröschl von Tauerstein die Stadt Reichenhall zugunsten eines neuen Ansitzes auf dem Land. Spätestens 1484 hielten sie in M. und Schwarzbach das Hofmarksrecht, woraufhin sie sich zur standesgemäßen Aufzuwertung in den 1520er Jahren einen burgartigen Ansitz erbauten. Die Familie hielt bis 1564 wichtige Ämter wie den Passauer Bischofsstuhl (Wigilius von Fröschl 1500-1517) inne und unterhielt Kontakte bis nach Italien, verlor dann aber Schloss und Einfluss durch Enteignung. Nachdem M. 1574 an die Herren von Freysing und Aichach ging, kam 1605 die Salzburger Kaufmannsfamilie Lasser zu Lasseregg (ab 1708 Freiherren) in Besitz des Schlosses. 1834 ging M. an den Freiherren von Aretin, 1837 an die Freiherren von Malsen, die M. bis 1976 hielten. Bis 2007 war M. Eigentum der Großen Kreisstadt Bad Reichenhall, die Sanierungsarbeiten durchführte. Dann wurde M. an Privatinvestoren verkauft, die den Ausbau zu einem Art-Deco-Hotel beabsichtigen.