Trennlinie 01

   Trennlinie 06
Burgen in Bayern > Schmachtenberg > Geschichte
Burgruine Schmachtenberg, Zeil am Main







Geschichte

Das Gebiet von Zeil am Main bildete ab dem frühen 11. Jhdt. eine Besitzenklave des Bistums Bamberg mitten im Randgebiet des Bistums Würzburg. Die zugehörige Burg - das castrum zilanum - stand auf dem Käppele und wurde später durch eine Wallfahrtskirche überbaut. Die Burg S. selbst wird erstmals 1466 direkt erwähnt, als Kriegsmannen des Würzburger Bischofs die Burg einnahmen und beschädigten. 1474 armierte Bamberg die Burg mit Handbüchsen, Pulver und Blei, 1476 bezog ein Amtmann Quartier auf ihr. 1525 malträtierten aufsässigen Bauern die Burg, mussten jedoch hohe Reparaturkosten tragen. 1554 brannten während des 2. Markgrafenkrieges Truppen des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Ansbach-Kulmbach die Burg nieder, die durch ein kleines Talschlösschen ersetzt wurde. 1654 besserte man die marode Burg nochmals notdürftig aus, brach sie dann aber 1695 für den Bau des Stadtschlosses. Nach der Säkularisation verkaufte der bayerische Staat 1805 die Ruine an privat, woraufhin der damalige Eigentümer Freiherr Sigmund von Rotenhan 1826 einen historisierenden Wiederaufbau der Burgruine plante. 1940 war die Ruine vorübergehend teilbewirtschaftet, heute ist sie Eigentum der Familie Huck. Von 1995 bis 2007 ließ die Stadt Zeil am Main die Burg sorgfältig bauarchäologisch erforschen und sanieren.

Text: Joachim Zeune