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Burgen in Bayern > Wildenberg > Baubestand
Burgruine Wildenberg, Kirchzell-Preunschen







Baubestand

Die aus rötlichem Buntsandstein errichtete W. zählt zu den großartigsten Burganlagen der Stauferzeit. Sie belegt einen weithin sichtbaren, an seinem nordöstlichen Ende durch zwei Halsgräben in Vorburg und Hauptburg unterteilten Bergsporn. Die längsrechteckige Hauptburg (89 x 35 m) weist frontseitig eine 2,5 m dicke Schildmauer mit einem übereck in sie gestellten Viereckturm auf. Dieser zeigt – wie sein nördliches Pendant – kräftiges Buckelquadermauerwerk. Sein Eingangsgeschoss in 8 m Höhe war aufwändig gestaltet und enthält in einer Schlitzfensternische ein romanisches Säulchen. Das Burgtor öffnete sich in einem Versprung der Südostseite und erfuhr als Stufentor eine monumentale Ausgestaltung. Der zugehörige Torbau entstand erst nach 1216 und enthielt im Obergeschoss die Burgkapelle St. Georg mit Rundapsis nach Osten. Den Burghof teilt eine erst 1445 errichtete Querwand, die zwei einst in der Mitte der Nordwestwand gelegene Ausschlupftürlein verstellt. Die rückwärtige, talseitige Nordostseite der Burg wird vom Palas, dessen hochwertige Bauplastik (Fensterarkaden!) hervorzuheben ist, und dem direkt angebauten Nordturm gebildet.

Text: Joachim Zeune