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Burgen in Bayern > Rieneck > Geschichte
Burg Rieneck, Rieneck







Geschichte

Als Erbauer der Burg R., nach der sich ein älteres Grafengeschlecht fortan benannte, ist Graf Ludwig I. um 1168 überliefert, der sie zur Verwaltung und Sicherung seiner neu erworbenen Ländereien im Spessart errichtete. 1179 erscheint das castrum Rienecke erstmals urkundlich. Gegen Mitte des 13. Jhdts. wurde der Ort R. zur Stadt erhoben. Nachdem die Grafen von R. Ende des 13. Jhdts. ihren Wohnsitz nach Lohr verlegten, diente ihnen die Burg als begehrtes Pfandobjekt. Nach dem Erlöschen der Grafenlinie 1559 kam 1561 Kurmainz in Besitz von R. und etablierte hier bis 1673, als die Grafen von Nostiz die Burg erwarben, eine Amtsvogtei. Zuvor war R. im Dreißigjährigen Krieg zweimal (1640, 1641) erobert worden. 1804 fiel R. an den bayerischen Staat, der sie nach mehrfachem Besitzwechsel 1860 an Franz Rinecker veräußerte. Heute beherbergt die mittlerweile zu einer „Pfadfinderburg“ ausgebaute Burg als Bundeszentrum des Verbandes Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein Freizeit- und Tagungshaus für Jugendgruppen.

Text: Joachim Zeune