Trennlinie 01

   Trennlinie 06
Burgen in Bayern > Prozelten > Geschichte
Burgruine Prozelten, Stadtprozelten







Geschichte

Die Burg erscheint als Stammsitz der Grafen von P. bereits 1127 mit dem Grafen Timon de Bratselde indirekt, 1260 dann beim Übergang an die Reichsschenken Walter und Albert von Klingenberg direkt. Stadt und Burg kamen nach der Aufteilung unter mehrere Ganerben und wiederholten Teilungen, die nicht ohne Streitigkeiten abliefen, sukzessive bis 1319 an den Deutschen Orden. Dieser unterstellte die hier installierte Kommende schon früh dem Erzbistum Mainz, das P. 1484 durch Tausch erwarb. Anlässlich der Übergabe wurde ein interessantes Inventar angefertigt, das die Burg gut armiert mit kleineren Geschützen und Hakenbüchsen beschreibt. Die H. wurde nun zum Sitz eines Amtmanns. Ihrer Zerstörung 1688 durch die Franzosen folgte der Abbruch zur Baumaterialgewinnung, den erst König Ludwig I. gegen 1840 stoppte, indem er erste Sanierungsarbeiten anordnete. Zuvor war die Burgruine 1806 an Bayern gegangen. Die mittlerweile sanierte Burgruine ist bewirtschaftet.

Text: Joachim Zeune