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Burgschloss Passau, Oberhaus, Passau







Baugeschichte

Die Burg O. wurde seit ihrer Gründung 1219 kontinuierlich aus- und umgebaut. Zur Gründungsburg gehörte ein 1995/96 archäologisch im Burghof freigelegter, 19 x 11 m großer rechteckiger Wohnturm (nach 1670 eingelegt). Erste Ausbauten erfolgten 1255/56 unter Fürstbischof Otto von Lonsdorf, als vermutlich auch die Georgskapelle entstand. Jeder Belagerung (s.o.) folgte umgehend eine Verstärkung der Wehrhaftigkeit, wobei nach 1367 die Vesten Oberhaus und Niederhaus wehrtechnisch zusammengeschlossen wurden, so dass eine fast 700 m lange Doppelburg entstand. 1435 und 1444 verbesserte man den Wohnkomfort durch die Errichtung des Fürstenbaus, den Bischof Christoph von Schachner 1499-1503 durch einen Saalbau ergänzte. Sein Wappen mit dem Baudatum 1499 ziert groß die stadtseitige Außenwand. 1555/56 kam ein Treppenturm hinzu. Angesichts der Türkenbedrohung verstärkte Bischof Urban von Trennbach das Burgschloss um 1570 durch Basteien und Batterien, die man während des Dreißigjährigen Kriegs punktuell verstärkte. Ab 1674 und vor allem im frühen 18. Jhdt. sowie 19. Jhdt. baute man die Burg zu einer mächtigen Festung mit Hornwerken und Sternbastionen aus, wobei man auch die Innenbauten überformte.

Text: Joachim Zeune