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Burgen in Bayern > Hirschberg > Geschichte
Burgschloss Hirschberg, Beilngries







Geschichte

Bereits 1007 wird die Grafschaft Hirschberg erwähnt, nach der sich bald nach 1200 die Grafen von Grögling-Dollnstein-Ottenburg nannten. 1304 werden fünf Personen als Bewohner "de Hirsperg" aufgelistet, wobei die Burg damals als Amtsburg des Landgerichts diente. Das Geschlecht derer von Hirschberg starb 1305 aus, woraufhin das "castrum Hirzperg" durch Erbgang an das Bistum Eichstätt kam. Eichstätt installierte hier ein Hochstiftisches Oberamt, erhielt aber nach Protest der bayerischen Herzöge nicht die gesamte Burg. Bischof Rabno (1365-1383) erwarb schrittweise den Rest, darunter ein großes Haus ("magna domo") ganz im Osten, mehrere Gebäude zwischen beiden Toren ("alia edificia inter duas portas") und ein neu erbautes großes Haus in der Mitte der Unteren Burg ("domum magnam in medio inferioris castri)" sowie Obstgärten und einen Weinberg. In der Folge zu einem Burgschloss ausgebaut, brannte Hirschberg 1636 teilweise nieder und wurde ab 1670 wiederholt modernisiert. 1806 ging Hirschberg an Bayern, dann nach mehrfachem Besitzwechsel 1860 an das Eichstätter Diözesanseminar, das Hirschberg zwischen 1925 und 1980 zu einem Exerzitien- und Bildungshaus ausbaute.

Text: Joachim Zeune