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Burgen in Bayern > Murach (Obermurach) > Geschichte
Burgruine Murach (Obermurach), Oberviechtach







Geschichte

Die Burg wird erstmals 1110 mit "Gerunch de Mourach", einem Dienstmann der Grafen von Sulzbach, indirekt erwähnt. 1188 gingen Burg und Herrschaft durch Erbschaft an die Grafen von Ortenburg über. 1238 vermachte Heinrich I. von Ortenburg Murach seiner Frau, die sich gemeinsam mit ihren Söhnen fortan „von Ortenburg-Murach“ nannte. Rapoto von Ortenburg-Murach verpfändete die Burg 1268 an Herzog Ludwig den Strengen, der sie 1285 schließlich erwarb und mit eigenen Dienstleuten besetzte. 1329 fiel die Burg an die Pfälzer Linie der Wittelsbacher, 1353 an Kaiser Karl IV. In den Jahren 1428 und 1433 widerstand sie Belagerungen durch die Hussiten. Die 1628 wieder bayerisch gewordene Burg wurde 1632 von Kurbayern eingenommen. Mit der Verlagerung des Pfleggerichts Murach 1803 begann der Niedergang der Burg, die bereits ab 1842 erste Sicherungsarbeiten erfuhr. Im Jahr 1893 und im 20. Jahrhundert führte man weitere Sanierungseingriffe an der heute dem Freistaat Bayern gehörenden Burgruine durch. 1970 baute man unglücklicherweise eine Betriebskabine für eine Fernsehfüllsenderanlage ein.

Text: Joachim Zeune