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Burgen in Bayern > Landshut, Trausnitz > Geschichte
Burgschloss Landshut, Trausnitz, Landshut







Geschichte

Über einer Vorgängerbefestigung des 9./10. Jahrhunderts errichtete Herzog Ludwig I. der Kelheimer im Jahr 1204 Burg und Ort Landshut (castrum et oppidum in Landshuet), dem Kaiser Friedrich II. 1235 einen Besuch abstattete. 1255 wurde Landshut Hauptresidenz der neuen niederbayerischen Linie der Wittelsbacher. Ab dem 15. Jahrhundert erfolgte ein Großausbau unter den so genannten Reichen Herzögen. 1475 sah Landshut die prunkvolle Hochzeit von Georg, dem Sohn Herzog Ludwigs des Reichen, später Herzog Georg der Reiche, und Hedwig von Polen. Von 1516 bis 1545 ließ Herzog Ludwig X. die Burg innen prachtvoll ausstatten und 1536 die Stadtresidenz errichten. Seitdem trägt die Burg Landshut den Namen Trausnitz. 1572 fertigte Jacob Sandtner ein detailreiches Holzmodell von Burg und Stadt Landshut an. Die Burg erlebte um 1575 unter Prinz Wilhelm eine zweite Blütezeit, verlor aber seit dem 17. Jahrhundert kontinuierlich an Bedeutung. Im 18. und 19. Jahrhundert diente sie als Gefängnis, Kaserne, Wollzeug- und Seidenmanufaktur sowie als Lazarett. 1961 brannte der Fürstensaal nieder. Die Instandsetzungsarbeiten dauerten bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Text: Joachim Zeune