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Burgen in Bayern > Neideck > Geschichte
Burgruine Neideck, Streitberg







Geschichte

Die Burg Neideck stammt vermutlich aus der Zeit um 1150/60, wird aber erst 1219 in einer Urkunde des Bamberger Bischofs Ekbert mit einem "Heinrich de Nidecke" indirekt erwähnt. 1312 erscheint Neideck als Alleinbesitz von Konrad II. von Schlüsselberg. Den Edelfreien von Schlüsselberg gelang es, zwischen 1312 und 1347 ein riesiges militärisches und administratives Machtzentrum aufzubauen, dessen Mittelpunkt Neideck bildete. Dieser enorme Machtzuwachs führte 1347 zur Belagerung und Einnahme der Burg durch die Bischöfe von Bamberg und Würzburg, die sich mit den Burggrafen von Nürnberg zusammentaten. Die Burg wurde erheblich beschädigt, Konrad II. von Schlüsselberg durch ein Wurfgeschoss tödlich getroffen. Neideck kam anschließend zum Hochstift Bamberg. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg zwar angegriffen, jedoch nicht erobert. Dagegen fiel sie 1553 kampflos im 2. Markgrafenkrieg, wurde zerstört und niedergebrannt. Seitdem als Steinbruch genutzt, beschleunigte in der Zeit von 1737 bis 1743 der Abbruch des Burgfelsens zur Marmorgewinnung ihren Verfall. In den 1990er-Jahren setzte eine - nicht gelungene - Sanierung der Burgreste ein, die von archäologischen Grabungen begleitet wurde.

Text: Joachim Zeune