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Burgen in Bayern > Riedenburg (Rosenburg) > Baugeschichte
Burg Riedenburg (Rosenburg), Riedenburg







Baugeschichte

Auf dem Bergrücken der R. standen zwei weitere Burgen: Rabenstein (auch Rabenfels genannt) und Tachenstein, die alle durch Mauern mit dem Ort R. verbunden waren. Die exakte Chronologie dieser Burgbauten ist nicht bekannt, am ältesten soll Rabenstein sein.
Die ältere Baugeschichte der R. ist unzulänglich erforscht, sie soll gemeinsam mit der Burg Tachenstein im frühen 13. Jhdt. entstanden sein, wobei auch eine Gründung im ausgehenden 12. Jhdt. denkbar ist. Als älteste Bestandteile gelten die Ummauerung, der Sockel des Bergfrieds und der Unterbau des Nordostflügels, die allesamt Buckelquader aufweisen. Der Südostflügel mit seinen Renaissanceformen hingegen ist ein Bau der 1550er Jahre, als unter Arnold von Muggenthal, Pfleger des herzoglichen Gerichts R. der Wiederaufbau der im Bauernkrieg zerstörten Burg erfolgte (Baudaten 1556, 1558 und 1560). Damals entstand die R. weitgehend in der heutigen Gestalt mit den beiden großen Flügelbauten der Hauptburg und der erneuerten Kapelle (1558 datiert, mit Freskenresten). 1888-93 nahm man gründliche Renovierungen, 1905/06 eine Rekonstruktion des Bergfrieds vor.
Die Baumaßnahmen zwischen 1200 und 1550/60 sind noch nicht exakt bestimmbar.

Text: Joachim Zeune