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Burgen in Bayern > Höchstadt a. d. Aisch > Baubestand
Burgschloss Höchstadt a. d. Aisch, Höchstadt a. d. Aisch







Baubestand

Die auf einer leichten Erhöhung unmittelbar an der Aisch gelegene Burg bietet flussseitig den Anblick einer abweisenden hohen Burgfassade, stadtseitig dagegen den Eindruck eines stark zergliederten Schlosses. Während die Aisch die Burg nach Westen und Süden schützte, bewehrte ein Graben die restlichen Burgseiten. Der polygone Burghof der Hauptburg zeigt bis auf kleine Lücken in der Nordseite und Ostseite eine geschlossene, mehrgeschossige Bebauung, wobei die ältesten Bauteile im Nordwesten und Westen liegen, wo sich auch der ehemalige „Fürstensaal“ befindet. Vom alten, 12 x 12 Meter großen Bergfried mit seinen Buckelquadern verbleibt am Nordende des Westtraktes nur der völlig verbaute winkelförmige Stumpf seiner Nord- und Ostseiten. Die Fassade des Westflügels trägt Spuren zahlreicher Umbauten und Erweiterungen, darunter zwei Wappen des Fürstbischofs Albert von Wertheim (1399-1421). Sie datieren die sehr schönen hochrechteckigen Drillingsfenster und den spitzbogigen Hocheingang des Saals aus der Zeit um 1410.
Der renaissancezeitliche Ostflügel beherbergt heute das Landratsamt, der Südflügel das Gericht. Der Westflügel wird vom Verein Schloss Hohestete für Veranstaltungen genutzt.

Text: Joachim Zeune