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Burgen in Bayern > Hinterfrankenberg > Baugeschichte
Burgruine Hinterfrankenberg, Weigenheim







Baugeschichte

Von der kurz nach 1200 erbauten Burganlage sind aufgrund des fortgeschrittenen Verfalls und intensiven Steinbruchs im 19. Jahrhundert kaum noch Reste zu sehen. Zum Gründungsbestand gehörten neben der Ringmauer wohl ein trutziger runder Bergfried und der obligate Palas. Zur besseren Instandhaltung wurden ab 1397 alle neuen Dompröpste verpflichtet, vierzig Gulden in die Burg zu investieren. Das Doppelturmtor scheint seinen Baudetails zufolge (T-förmige Senkscharten, Wurflöcher; siehe Altenstein!) um 1430/40 errichtet worden zu sein. Dabei verlagerte man den Zugang 1480/88, als Dompropst Kilian 800 Gulden in den Wiederaufbau der bereits ruinösen Burg investieren und sie mit einem Amtmann besetzen musste, in ein neues Torhaus an der Südwestseite. Diesen neuen Zugang schützte man durch einen Torzwinger. Von der Um- und Ausbaumaßnahme der 1480er-Jahre zeugte auch das einst sichtbare Baudatum MCCCCLXXX (1480). Mit der Aufgabe dieses Tores scheint das Hauptburgtor an die Südwestseite verlagert worden zu sein, wo es ein schmaler Torzwinger schützte.

Text: Joachim Zeune