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Burg Dachsbach, Dachsbach







Baubestand

Die Burganlage befindet sich zwischen einer Flussschleife der Aisch und einem Nebenbach. Sie umfasst ein längsrechteckiges Areal, das sich in eine ausgedehnte südliche Vorburg und eine im Nordwesteck abgetrennte, wassergrabenbewehrte kleine Hauptburg untergliederte. Am Osteck der gleichfalls durch einen Wassergraben geschützten Vorburg verbleibt ein 1798 zum Gartenhaus umgebauter, gedrungener runder Flankierungsturm. Direkt östlich der Hauptburg erstreckt sich ein kleiner Friedhof mit der evangelischen Pfarrkirche St. Marien.
Die Hauptburg präsentiert sich als ummauertes, leicht erhöhtes Gelände, in dessen Zentrum ein mächtiger quadratischer Wohnturm mit vier Hauptgeschossen und einem sekundär nach 1593 aufgesetzten Dachgeschoss mit Giebelausrichtung Nordwest/Südost aufragt. Original sind die schmäleren, breit hohlgekehlten Fenster sowie mehrere hochgelegene Kreuzstockfenster, weiterhin ein fragmentarisch erhaltenes großes Erkerfenster im 1. Stock sowie der rundbogige Hocheingang in drei Meter Höhe am Osteck. Die Nordwestseite besaß mehrere Aborterker, deren Kragsteine sich noch in situ befinden.

Text: Joachim Zeune