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Burgen in Bayern > Reisensburg > Geschichte
Burgschloss Reisensburg, Günzburg







Geschichte

Die Besiedlung des Burgplatzes reicht bis in die Bronzezeit zurück. Eine ältere Wallburg, in der die Reisensburg steht, wird bereits im 10. Jahrhundert als castello Risinesburc erwähnt. Die mit einem Bruno nobilis de Risenspurch, einem Reichsministerialen, erstmals 1266 indirekt erwähnte Steinburg kontrollierte einen Flussübergang. 1295 kam die Reisensburg an die Markgrafen von Burgau, fiel aber nach deren Erlöschen 1301 an die Habsburger, die sie fortan verpfändeten. 1457 kam sie als Lehen an den Ritter Hans vom Stain auf Ronsberg und von diesem an seinen Enkel Melchior, der die Herrschaft Reisensburg mehrte. 1633 zündeten Schweden das Schloss an, das damals dem Geschlecht der Tanner von Tann gehörte. 1660 folgten die Giel von Gielsberg und 1763 die Freiherren von Eyb. Diese verkauften die Reisensburg 1852 an die Freiherren von Riedheim. Nach einem Besitzwechsel 1920 erwarb die Universität Ulm 1966 das Burgschloss. Seitdem beherbergt die Reisensburg eine Begegnungs- und Tagungsstätte, die 1997 in eine Stiftung der Universität Ulm überführt wurde.

Text: Joachim Zeune