Das Projekt

Die auf ständige Erweiterung angelegte Datenbank speist sich aus den Biografien, die in den unterschiedlichsten Projekten des Hauses der Bayerischen Geschichte erarbeitet werden. Aus diesem Grund ist eine einheitliche Gewichtung weder möglich noch erwünscht. Zu jedem Eintrag ist jedoch das jeweilige Projekt und damit der Kontext, in dem der Eintrag steht, angegeben. Da sich die Datenbank aus den Synergien unserer täglichen Arbeit aufbaut, ist auch keine chronologische oder sonst wie geartete Vollständigkeit angestrebt. Der Kreis der vorgestellten Personen ist zufällig und ergibt sich aus den in unserer Arbeit behandelten Themen. Aus arbeitsökonomischen Gründen werden die Texte nicht vereinheitlicht, sondern direkt aus den jeweiligen Projekten übernommen; sie können daher von unterschiedlicher Länge sein, ohne dass dies eine Gewichtung der behandelten Person bedeutet.

Die Definition der „Menschen aus Bayern“, die in dieser Datenbank vorgestellt werden, geht über eine an Herkunft oder Lebensmittelpunkt der betreffenden Person orientierte Zuordnung hinaus. Aufgenommen sind alle Personen, die in einer Verbindung zu Bayern standen, ohne dass sie deshalb als „Bayern“ im engeren Sinn beansprucht werden sollen. So ist beispielsweise der in Budapest geborene Dirigent Sir Georg Solti aufgenommen, der 1946 in München als Generalmusikdirektor seine Karriere startete. Ein Bayer ist er deshalb nicht, doch stand er in der Landesausstellung „Bayern-Ungarn. 1000 Jahre“ als Beispiel für die vielfältigen Verbindungen zwischen diesen beiden Ländern. Zu Wort kommen hier auch Personen wie etwa die über 700 fränkischen Handwerker, deren Biografien in herkömmlichen Lexika schwerlich Eingang gefunden hätten, die jedoch für unsere Landesausstellung „200 Jahre Franken in Bayern“ eine herausragende Rolle gespielt haben. Für die Betreuung dieses von Studenten erstellten Teilprojekts schulden wir Prof. Dr. em. Werner K. Blessing großen Dank!

Die „Menschen aus Bayern“ verfolgen also einen anderen Weg als große Biografieportale wie etwa das Portal www.biographie-portal.eu. Dieses gemeinsame Projekt von Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasst derzeit weit über 100.000 Einträge. Es hat das Ziel, die Lexikonartikel der Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB), der Neuen Deutschen Biographie (NDB), des Österreichischen Biographischen Lexikons 1815-1950 (ÖBL) und des Historischen Lexikons der Schweiz (HLS) sowie der Rheinlandpfälzischen Personendatenbank (RPPD) und der Sächsischen Biografie (SäBi) online zu erschließen.