Heinrich Schmitt

    • Sohn eines Arbeiters, die Mutter betrieb eine kleine Landwirtschaft
    • Lehre zum Werkzeugdreher / Schlosser
    • 1913-1917 SPD-Mitglied
    • 1915-1916 Soldat im Ersten Weltkrieg
    • 1916 Kopfverwundung und Rückkehr nach Deutschland
    • Ab Dezember 1916 Beschäftigung bei BASF in Ludwigshafen
    • 1917 Umzug nach Leuna, seitdem Beschäftigung als Schlosser im Leuna-Werk in Dresden
    • 1917-1920 USPD-Mitglied
    • 1920-1947 KPD-Mitglied
    • 1925-1930 Betriebsrat, später Betriebsratsvorsitzender der Leuna-Werke in Halle
    • 1928-1930 Mitglied des Deutschen Reichstags (KPD)
    • 1930 Verlust des Betriebsratsvorsitzes und Entlassung bei den Leuna-Werken
    • 1930 wegen parteiinterner Querelen Verlust seiner Parteifunktionen und des KPD-Reichstagsmandats
    • 1930 Umzug in die UdSSR nach Moskau, Tätigkeit als Facharbeiter im Werk "Hammer und Sichel", Besuch der internationalen Lenin-Schule
    • Juli 1931 Rückkehr nach Deutschland
    • 1931-1933 Generalsekretär des Internationalen Komitees der Chemiearbeiter, bzw. Generalsekretär der Internationalen Gummiarbeiter-Organisation
    • 1933 Emigration mit seiner Familie nach Moskau, Tätigkeit als Dreher, Studium der Staatswissenschaften, ehrenamtliche Tätigkeit im Internationalen Komitee der Fabrikarbeiter bzw. der Internationale der Chemiearbeiter, Schulung für den illegalen Einsatz gegen das NS-Regime in Deutschland
    • Juni 1934 Entsendung nach Prag
    • August 1934 illegale Rückkehr nach Deutschland (mit gefälschtem Pass unter dem Namen Walter Scheublein)
    • Ab August 1934 in der Reichsleitung (Oberberater) der illegalen Gewerkschaftsbewegung (Sitz Saarbrücken); Organisation von Gewerkschafts- und Widerstandgruppen im Ruhrgebiet, im Rheinland, in Westfalen und in Berlin
    • 07.05.1935 in Köln verhaftet, zwei-jährige Untersuchungshaft
    • 08.02.1937 Verurteilung durch den Volksgerichtshof wegen Hochverrats zu 15 Jahren Zuchthaus; Haft im Gefängnis Plötzensee, im Zuchthaus Sieburg, und in der Festung Landsberg am Lech
    • 27.04.1945 Befreiung durch die Amerikaner aus dem Zuchthaus in Landsberg am Lech
    • 01.09.1945-22.10.1945 Inspektor der Ortskrankenkassen (AOK) Würzburg
    • Ab 1945 ehrenamtliche Mitarbeit am Wideraufbau demokratischer, besonders gewerkschaftlicher Organisationen
    • 22.10.1945-01.07.1946 (Rücktritt) Bayerischer Staatsminister für Sonderaufgaben, bzw. Sonderminister für die politische Befreiung unter Ministerpräsident Wilhelm Hoegner (u.a. zuständig für die Entnazifizierung in Bayern)
    • Ab 1945 Mitglied der Landesleitung der KPD in Bayern
    • 08.03.1946-24.06.1946 Mitglied des Vorbereitenden Verfassungsausschusses (einziges Mitglied der KPD)
    • 30.06.1946-26.10.1946 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung (KPD)
    • 01.07.1946 Rücktritt als Bayerischer Staatsminister nach parteiinterner Kritik an seiner Ministerfunktion
    • 1947-1948 Vorsitzender des DGB-Landesbezirks Oberbayern
    • 19.10.1947 Austritt aus der KPD
    • Ab 1947 Geschäftsinhaber in München
    • 04.12.1947-31.12.1949 Mitglied des Bayerischen Senats (Gruppe Gewerkschaften)

Quelle
Geschichte des Bayerischen Parlaments seit 1819