Herzogin von Pfalz-Neuburg Susanna (verw. Markgräfin von Brandenburg-Kulmbach, geb. Herzogin von Bayern) von Bayern

Tochter von Herzog Albrecht IV. von Bayern und Kunigunde von Österreich; Schwester von Wilhelm IV., Ludwig X., Ernst (Administrator in Salzburg und Passau), Sibylle (Frau von Ludwig V. von der Pfalz) und Sabina (Frau von Ulrich von Württemberg); Nichte von Kaiser Maximilian I.; seit 1518 verheiratet mit Markgraf Kasimir von Brandenburg-Kulmbach; seit 1529 verheiratet mit Pfalzgraf Ottheinrich.

Susanna von Bayern war in erster Ehe mit Markgraf Kasimir von Brandenburg-Kulmbach verheiratet. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Nach dem Tod Kasimirs (1527) heiratete Susanna den Pfalzgrafen Ottheinrich, wodurch die Beziehungen zwischen den bayerischen und pfälzischen Wittelsbachern wieder vertieft werden sollten. Die Konversion ihres Mannes zum lutherischen Glauben 1542 vollzog Susanna nicht mit, sie blieb katholisch.

Susanna, die Tochter Herzog Albrechts IV. von Bayern und Schwester Wilhelms IV., heiratete am 25. August 1518 im Alter von sechzehn Jahren den Markgrafen Kasimir von Brandenburg-Ansbach und -Kulmbach. Die Hochzeit wurde glanzvoll auf dem Reichstag in Augsburg in Anwesenheit ihres Onkels, Kaiser Maximilian I., gefeiert (Maximilian war der Bruder von Susannas Mutter Kunigunde), wodurch Kasimirs Stellung im Reich gefestigt wurde. Doch schon im September 1527 starb Kasimir in Ofen (Budapest) bei einem Feldzug gegen den Ungarn Johann Zapolya an der Ruhr. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, von denen Albrecht Alcibiades der Nachfolger seines Vaters wurde.
Im Jahr 1529 heiratete die verwitwete Susanna in Neuburg an der Donau den Pfalzgrafen Ottheinrich. Mit dieser Verbindung sollte unter anderem das Verhältnis zwischen den bayerischen und den pfälzischen Wittelsbachern wieder verbessert werden. Als Hochzeitsgeschenk ließ Ottheinrich seiner Frau das kleine Jagdschloss Grünau einige Kilometer von der Residenz entfernt errichten. Nach zwei Fehlgeburten Susannas blieb ihre zweite Ehe kinderlos, so dass mit Ottheinrichs Tod die so genannte "alte Kurlinie" erlosch. Als Ottheinrich 1542 den schwer wiegenden Schritt der Konversion zum Luthertum vollzog, blieb Susanna katholisch.
Wohl auf Initiative von Herzogin Susanna wurde der Nürnberger Künstler Peter Gertner, der in den Diensten ihres ersten Gemahls Kasimir von Brandenburg gestanden hatte, ab 1529 Hofmaler Ottheinrichs in Neuburg.

Quelle
Porträtgalerie Bayern