Johann Wilhelm Naumann

Sohn eines Schreinermeisters. Studium der Philosophie, Geschichte und Literatur. Teilnahme am Ersten Weltkrieg. 1920 Eintritt in die Redaktion der Zentrumszeitung 'Der Rheinpfälzer' in Landau. 1928 Wechsel zur 'Neuen Augsburger Zeitung', dann zur 'Augsburger Postzeitung'. 1932 Vertreter Deutschlands auf dem Internationalen Kongress der katholischen Presse in Lille/Frankreich. In Vorträgen deutliche Kritik am Nationalsozialismus; daher 1933 aus seiner Stellung entlassen. 1933-45 Sekretär des Päpstlichen Missionswerks. Nach 1945 gemeinsam mit Kurt Frenzel Gründung der 'Schwäbischen Landeszeitung' in Augsburg. Dann Chefredakteur der katholischen Kulturzeitschrift 'Neues Abendland'. 1948-51 Herausgeber der 'Augsburger Tagespost' (zuletzt 'Neue Augsburger Zeitung'); später Weiterführung von deren überregionaler Ausgabe, der 'Deutschen Tagespost', in Regensburg und Würzburg. 1950 Mitbegründer des Vereins Bayerischer Zeitungsverleger, später dessen Vorsitzender. Veröffentlichung u. a. von 'Die Presse und der Katholik' (1932).

Quelle
200 Jahre Franken in Bayern / Handwerk im modernen Franken, Bayerische Landesausstellung 2006