Johann Casimir Pfalzgraf bei Rhein

Vater: Pfalzgraf Johann I. von Zweibrücken († 1604); Bruder: Pfalzgraf -> Johann II. († 1635); 1615 Heirat mit Katharina, Tochter König Karls IX. von Schweden; Schwager: -> Gustav II. Adolf; fünf Kinder, darunter König Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660)

Der jüngere Bruder Pfalzgraf -> Johanns II. von Pfalz-Zweibrücken wuchs unter der Vormundschaft -> Friedrichs IV. auf. Er studierte von 1605 bis 1608 an der Universität Heidelberg, deren Rektor er 1606 war. Von seinem Bruder wurde er 1613 als Verbindungsmann der Union nach Schweden geschickt. Hier heiratete er 1615 die Halbschwester des Königs -> Gustav II. Adolf. Von 1618 bis 1620 fungierte Johann Casimir als Verbindungsmann zwischen Gustav Adolf und Friedrich V. von der Pfalz. Johann Casimir war ein wichtiger Gönner von -> Ludwig Camerarius am schwedischen Hof. In Diensten Gustav Adolfs stieg Johann Casimir zu dessen Oberbefehlshaber in Schweden auf und wurde 1631 de facto Chef der schwedischen Finanzverwaltung. Drei Jahre vor Johanns Tod im Jahr 1652 ernannte Königin Christine, die Tochter Gustav Adolfs, seinen ältesten Sohn Karl zum schwedischen Thronfolger, der als Karl X. Gustav die Herrschaft der pfälzischen Wittelsbacher auf dem schwedischen Königsthron begründete.

Quelle
Der Winterkönig. Friedrich V. der letzte Kurfürst aus der Oberen Pfalz,Bayerische Landesausstellung 2003