Prof. Roderich Fick

Sohn des Würzburger Augenarzts Adolf Fick (1852-1937). Studium der Architektur an den TH Dresden, Zürich und München. Daneben auch Studien auf den Gebieten der Astronomie, Geodäsie und Meteorologie. 1912 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Schweizerischen Grönlandexpedition. 1914 Eintritt in den Reichskolonialdienst, Abteilungsleiter für Hoch- und Tiefbau in Kamerun. 1936 o. Professor für Baukunst und Entwerfen an der TH München. Anschließend Reichsbaurat im Ressort Stadtplanung, zuständig für die Stadt Linz a. d. Donau, die nach den Plänen Hitlers zur "Stadt der Deutschen Kunst" werden soll. Nach 1945 Internierung, währenddessen Bau eines Kraftwerks und einer Jesuitenkirche bei Pamplona/Spanien. 1950 o. Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Architektonisches Werk: zahlreiche Bauten in Süddeutschland, u.a. Siedlung Friedenheim, München, 1929; Ernst-Sachs-Bad, Schweinfurt, 1931-33; Haus der Deutschen Ärzte, München, 1935; Bauten auf dem Obersalzberg für die NS-Elite, 1937.

Quelle
200 Jahre Franken in Bayern / Handwerk im modernen Franken, Bayerische Landesausstellung 2006