Dr. phil. h.c. Karl Sigmund Kiefhaber

Sohn des Nürnberger 'Gegenschreibers' Johann Conrad Kiefhaber (gest. 1790). Gymnasium in Nürnberg. Studium der Rechte an den Universitäten Altdorf, Würzburg, Gießen und Mainz; in Altdorf u.a. Bekanntschaft mit J. C. Seibenkees und dem Historiker Georg Andreas Will. Anschließend Anstellung als Sekretär bei dem Senator Christoph Friedrich v. Stromer. Ab 1790 in Diensten der Reichsstadt Nürnberg. 1800 erhält er die Aufsicht über die der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Bibliothek Wills. 1806 Übernahme in den Bayerischen Staatsdienst. 1812 Erster Adjunkt des neugegründeten Reichsarchivs des Königreichs Bayern in München. 1821-1824 Dozent an der von ihm initiierten Archivschule in München. 1826-1836 Honorarprofessor an der Universität München. Seit 1793 Lektor, Sekretär und schließlich Vorstandsmitglied in der Nürnberger 'Gesellschaft zur Beförderung vaterländischer Industrie'. 1822 Dr. phil. h.c. der Universität Erlangen. Zahlreiche Veröffentlichungen, vor allem zur Geschichte Nürnbergs. (ch)

Quelle
200 Jahre Franken in Bayern / Handwerk im modernen Franken, Bayerische Landesausstellung 2006