Dr. Maximilian Albert (Rufname: Max) Freudenthal

Volksschule in Grünstadt/Pfalz. Lateinschule, dann Gymnasium in Worms. 1886 Studium in Breslau. 1890 Promotion in Greifswald. 1893-1900 Rabbiner in Dessau, 1900-1907 in Danzig. Seit 1907 Erster Rabbiner der Nürnberger Kultusgemeinde. Zeitweise Vorsitzender der Bayerischen Rabbinerkonferenz und Präsidiumsmitglied des von ihm mitgegründeten Verbands Bayerischer Israelitischer Gemeinden. Mitarbeit an der Zeitschrift "Liberales Judentum". Bemühungen um die Verbesserung des Israelitischen Religionsunterrichts, u.a. Neubearbeitung des Gebetbuches 'Awoda Schebalew'; Ausbau der sozialen Einrichtungen der Nürnberger Gemeinde. Gründung der zweiten B'nai-B'rith-Loge in Nürnberg. Als Führer des liberalen Judentums und überzeugter Patriot ist Freudenthal eine der herausragenden Gestalten des bayerischen Judentums. (ch)

Quelle
200 Jahre Franken in Bayern / Handwerk im modernen Franken, Bayerische Landesausstellung 2006