Johann Friedrich Christoph Bauer

Sohn eines Lehrers. 1818-1821 Besuch des Gymnasiums in Ansbach. 1821-1825 Studium in Erlangen. 1825 Vikar in Ergersheim, 1826 in Würzburg. 1827 Zweiter Pfarrer, 1832 Erster Pfarrer in Marktbreit. 1839 Stadtpfarrer und Dekan in Bamberg. 1855-1870 Pfarrer in Neustadt/Aisch. 1845-1848 Mitglied der Abgeordnetenkammer im Bayerischen  Landtag. 1848/49 Mitglied der Nationalversammlung für den Wahlkreis Windsheim, 1849 Vizepräsident. Führendes Mitglied der "erbkaiserlichen" Koalitionsgruppierung "Weidenbusch" (Bosl, Erg.Bd. S. 9). Bauers Haltung war die eines Liberalen; auf dem Landtag von 1846 brachte er zusammen mit dem Abgeordneten Langguth (Klasse IV) den Antrag auf Beratung der protestantischen Beschwerden zum Konfessionsstreit ein und erreichte damit den "Höhepunkt seiner politischen Wirksamkeit" im "Kampf gegen das Regiment Abel". Auf dem Landtag von 1848 spielte Bauer eine zentrale Rolle als Ausschussreferent bei der Beratung des neuen Wahlgesetzes: gegen Klassenwahlprinzip und Zensus für passive Wahlfähigkeit.

Quelle
200 Jahre Franken in Bayern / Handwerk im modernen Franken, Bayerische Landesausstellung 2006
Geschichte des Bayerischen Parlaments seit 1819