Dr. jur. Verleihung des persönlichen Adels; Zürn verzichtet auf den Eintrag in die Adelsmatrikel Georg Zürn

Sohn des Papierhändlers Philipp Zürn. Nach dem Besuch der Lateinschule und des humanistischen Gymnasiums in Würzburg (1844-1852) Studium der Rechtswissenschaft und Staatsökonomie an der Universität Würzburg. Nach der Tätigkeit als Rechtspraktikant an den Landgerichten Würzburg l. M. und Pfarrkirchen (1856-1858) Eintritt als Konzipient in eine Bamberger Anwaltskanzlei. 1859 Promotion zum Dr. jur., anschließend Referendarstätigkeit bei der unterfränkischen Kreisregierung. 1861 Wechsel an das Appellationsgericht in Aschaffenburg; Assessortätigkeit am Bezirksgericht in Augsburg ab dem 18.09.1862. 25.11.1865: Bewerbung Zürns um die Stelle als 1. Bürgermeister der Stadt Würzburg (Wahl am 07.12.); König Ludwig II. bestätigt die Wahl am 14.02.1866. 1867-1884: Aufschwung der Stadt Würzburg unter Georg Zürn: Ansteigen der Bevölkerungszahl von 33000 (1867) bis auf über 50000 (1884) Einwohner. Des Weiteren wird Würzburg "entfestigt" und planvoll erweitert. 17.12.1868: Wahl Georg Zürns zum 1. Bürgermeister der Stadt Würzburg auf Lebenszeit. Seit 1870: Vertretung der Stadt Würzburg im unterfränkischen Landrat (heute Bezirkstag). 1875: Zürn wird zum Präsidenten des unterfränkischen Landrats gewählt. 1876: Hochzeit Georg Zürns mit Euphemia Sippel, Tochter des Würzburger Hofapothekers und Magistratsrates Alexander Sippel. 16.03.1880: Berufung des schwedischen Landschaftsarchitekten Jens P. Lindahl in das Amt des Stadtgärtners durch Zürn. Des weiteren Förderung des Städtischen Schulwesens und Verbesserung der Verwaltung.

Quelle
200 Jahre Franken in Bayern / Handwerk im modernen Franken, Bayerische Landesausstellung 2006