Felix Fechenbach (Pseudonym: Rudolf Franke)

     

    • 1894 Übersiedlung der Familie aus dem württembergischen Mergentheim nach Würzburg
    • Besuch der israelitischen Elementarschule
    • bis 1911 Kaufmannslehre in einer Schuhwarengroßhandlung in Würzburg, dann in Frankfurt am Main
    • ab 1912 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei
    • 1912 Tätigkeit im Arbeitersekretariat der Gewerkschaft in München
    • 1918 "Reifezeugnis des Einjährigen"
    • 1918-1919 Mitglied des Landessoldatenrats und Sekretär des Bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner
    • wegen Veröffentlichung eines Telegramms des Bayerischen Gesandten beim Vatikan in einem Hochverratsprozess zu elf Jahren Zuchthaus verurteilt, 1924 nach massiven Protesten aus ganz Deutschland Freilassung; 1926 nachträgliche Aufhebung des Urteils
    • 1920 unter seinem Pseudonym Redaktionsleiter des sozialdemokratischen "Volksrecht" in Aussig und Zusammenarbeit mit Wenzel Jaksch. Bei "Freiheit" und "Leipziger Volkszeitung" ständiger Korrespondent für Bayern. Für die USP, deren Mitglied er geworden war, Landtagsberichterstatter.
    • 1924-1929 Redakteur des "Vorwärts"
    • 1925 Verlagsredakteur des Dietz-Verlages in Berlin
    • ab 1929 Redakteur des "Detmolder-Volksblatts", das am 3. März 1933 verboten wurde. Fechenbach wurde politisches Redeverbot erteilt
    • ab 11. März 1933 in so genannter Schutzhaft, bei Überstellung in das Konzentrationslager Dachau während eines angeblichen Fluchtversuchs niedergeschossen. Fechenbach stirbt an den Folgen der Schussverletzungen im Krankenhaus Scherfede
    • 1936-1937 postum Veröffentlichung seiner Briefe aus der Haft unter dem Titel "Mein Herz schlägt weiter" sowie des Romans "Der Puppenspieler"; Ehrung durch Straßenbenennungen in Detmold und Oerlinghausen.
    • Werke in Auswahl: Im Haus der Freudlosen (1925), Kasperl in Afrika (1929), Der Revolutionär Kurt Eisner. Aus persönlichen Erlebnissen (1929)