Max Fromm

Max Fromm stammte aus Kitzingen, wo er 1873 geboren wurde. Er avancierte zum erfolgreichsten, weit über Kitzingen hinaus bekannten Weinhändler. 1921 hatte er in Kitzingen den Bocksbeutelweinvertrieb (BWV) gegründet. Sein Unternehmen, die Weinhandlung Fromm, welche er von seinem Vater Nathan Fromm übernommen hatte, erlebte unter seiner Führung einen rasanten Aufstieg. Vor allem in den 1920er Jahren konnte er die Auslandsexporte enorm steigern. Er unterhielt in Kitzingen ein riesiges Weinlager, von dem aus er einen weltweiten Vertrieb organisierte. Zu seinen Großabnehmern zählten u.a. das Reichskolonialamt Berlin, die Mitropa (Speisewagen) sowie der Deutsche Lloyd (Schiffslinie). 1929 verlegte Max Fromm die Nathan Fromm GmbH von Kitzingen nach Bingen a. Rhein. Trotz seines enormen wirtschaftlichen Erfolges wurde er 1934 von den Nationalsozialisten ins KZ gebracht. Durch persönliche Intervention des Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht kam er nach einer Woche zwar wieder frei, dennoch emigrierte Fromm daraufhin nach England und von dort 1941 in die USA. Dort lebte sein Sohn Alfred, der in San Francisco die Weinfirma "Fromm and Sichel" aufbaute. Max Fromm unterstützte seinen Sohn beim Aufbau dieser Firma, die zu den größten amerikanischen Weinfirmen avancierte. Max Fromm unterstützte seine ehemaligen Angestellten in Deutschland nach dem Krieg mit Care-Paketen und besuchte Anfang der 1950er Jahre Kitzingen ein letztes Mal. Er verstarb in San Francisco im Alter von 83 Jahren im Jahre 1956. Bis zu seinem Tode blieb er Mitglied des von ihm gegründeten BWV Kitzingen.