geboren: 02.06.1899,
Darmstadt
gestorben: 14.11.1974,
Würzburg
Sohn des Archäologen Ferdinand Noack. Studium der Geschichte und Philosophie in Berlin, Göttingen und München; 1925 Promotion mit einer Arbeit über 'Bismarcks Friedenspolitik und das Problem des deutschen Machtverfalls'. 1929 Habilitation für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Frankkfurt a. M. 1941-45 Dozent in Greifswald. Seit 1933 Mitglied der Bekennenden Kirche, daher in seiner Publikations- und Lehrtätigkeit von den Nationalsozialisten behindert. 1946 Mitbegründer der CDU in Greifswald, dann jedoch als Berater des Ministerpräsidenten Rückkehr nach Hessen. 1946-64 Ordinarius für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Würzburg. 1948 Gründung des "Nauheimer Kreises", der sich für die Neutralisierung eines wiedervereinigten Deutschlands sowie Österreichs, der Schweiz und Finnlands einsetzt und gegen die geplante Wiederbewaffnung der Bundesrepublik eintritt. 1951 daher Ausschluss aus der CDU. In der Folge Gründung der politischen Gruppe "Freie Mitte", deren Organ 'Welt ohne Krieg' er bis 1967 herausgibt. 1956-60 Mitglied der FDP, danach Annäherung an die SPD. Zahlreiche Veröffentlichungen geschichtswissenschaftlicher, geschichtstheoretischer und auch kulturell-politischer Natur. (ch)