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Maximilian II.

 

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Die Königsfeier in Lintach (1806)

16. Januar 1806

Handschrift mit Beilage

Bericht über die Feierlichkeiten zur Königserhebung in Lintach am 13. Januar 1806. Dem Bericht liegt die Rede bei, die anlässlich der Feier gehalten wurde.

Der Pfarrer von Lintach hatte die Aufforderung des Landgerichts zur Verkündung der Königswürde erst am 11. Januar mittags erhalten. Deshalb konnte man am Sonntag, 12. Januar, das gewünschte Fest noch nicht veranstalten. Der Pfarrer verkündete im Gottesdienst jedoch eine Feier für den Montag. Diese begann mit dem „Zusammenläuten aller Glocken zum feyerlichen Gottesdienst“ und einer „Vorerinnerung an das im festlichen Anzuge zahlreich versammelte Pfarrvolk“ über den Zweck der Feier. Vor dem Hochamt mit anschließendem Te Deum hielt er eine Predigt über den Schrifttext „alles Volk rief auf, und sagte: es lebe der König“. Jedesmal wenn während des Hochamts die Glocken läuteten, wurden „auf Veranstaltung und Kosten des Pfarrers die & Pöller gelöset“.

Am Nachmittag ließ der Pfarrer die Schulkinder auf seine Kosten im Bräuhaus verköstigen, um ihnen „die Wichtigkeit dieses Festes, [...] in ihrem lebenlänglichen angenehmen Andenken zu erhalten. Nach genossener Ergötzlichkeit zogen die Schulkinder in schöner Ordnung auf allen Plätzen hiesiger Hofmark herum, und auf jedem derselben riefen sie drey Male im Jubel auf: Es lebe unser allergnädigster König Maximilian!“

 

Lageort: Amberg, Staatsarchiv, Landgericht ä.O. Amberg, 4069
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