Bruderschaft vom Kreuz (ev)


 

GESCHICHTE

Bayreuth, Bruderschaft vom Kreuz – Christliche Glaubensinhalte im Alltag verwirklichen

Im Jahr 1947 wurde in Deutschland die evangelische „Bruderschaft vom gemeinsamen Leben“, die im Krieg aufgelöst worden war, neu gegründet (siehe Ottmaring). Initiatoren waren die evangelischen Theologen Eugen Belz, Klaus Heß, Ott-Siegfried von Bibra und Paul Riedinger, Superintendant der Methodistenkirche. Sie riefen zum „Ökumenischen Christusdienst“ auf. In den Folgejahren entwickelten sich daraus in einer Reihe von bayerischen Städten Freundeskreise, aus denen Gruppen der „Geschwister und Brüder vom gemeinsamen Leben“ hervorgingen. In Bayreuth gehen die Anfänge einer Gemeinschaft der evangelischen Studentengemeinde auf Pfarrer Ernst Gleede, Mitglied der „Bruderschaft vom gemeinsamen Leben“, zurück. Die angehenden Pädagogen organisierten ab 1957 jährlich ökumenische Freizeitangebote. 1958 schloss sich die Gruppe bei einer Versammlung in Seeshaupt am Starnberger See förmlich zur „Bruderschaft vom Kreuz“ (Kreuzbruderschaft) zusammen. 1962 erfolgte die Vereinigung mit der sogenannten Lehrerbruderschaft, die seit 1957 in Selbitz bestand. Seit 1969 ist die Kreuzbruderschaft Mitglied der „Christentumsgesellschaft“ in Deutschland und arbeitet eng mit der „Bruderschaft vom gemeinsamen Leben“ zusammen. Mitte der 1980er-Jahre gehörten rund 100 Personen zur Kreuzbruderschaft.
Die Bruderschaft lebt als geistliche Familie in Gruppen von ledigen und verheirateten Mitgliedern zusammen. Der Großteil wohnt in Franken, einige Mitglieder auch im Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring bei Augsburg und in der Umgebung. Grundlage ihres geistlichen Lebens bildet die Bibel. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig in ihrer Arbeit für die Einheit der Kirche und in dem Bestreben, den Glauben im Alltag zu verwirklichen. Zu ihren Aktivitäten gehören gemeinsame Gottesdienste, der regelmäßige Erfahrungsaustausch in der „Arbeitsgemeinschaft für Erziehung“ und das Engagement in den jeweiligen Ortsgemeinden, im Hauskreis, in der Nachbarschaft und im Beruf. Jährlich treffen sich alle Mitglieder der Bruderschaft für eine Woche zur Kontaktpflege und um Inhalte und Ziele ihrer Lebens-, Glaubens-, Arbeits- und Dienstgemeinschaft zu diskutieren.
(Christine Riedl-Valder)



 

SUCHE