Konnersreuth, Theresianum


 

GESCHICHTE

Konnersreuth, Theresianum, Kloster der Marienschwestern vom Karmel – Mystik und Gebet

 

 

Anlässlich seiner Ernennung zum Regensburger Bischof 1962 regte Dr. Rudolf Graber die weltbekannte katholische Mystikerin Therese Neumann aus Konnersreuth dazu an, in ihrem Heimatort ein Kloster zu gründen, das der Ewigen Anbetung gewidmet ist. Die fromme Frau, die sich zuvor auch schon maßgeblich für die Ansiedlung der Salesianer engagiert hatte, fand in den Marienschwestern vom Karmel den für diese Aufgabe geeigneten Orden. Bischöflich Geistlicher Rat Johann Weiß und seine Mutter Anna sowie Zenta Lindner, eine Freundin der Gründerin, stifteten der neuen Gemeinschaft ihre Anwesen im Ort. Nach dem Tod von Therese Neumann 1962 kam in einer groß angelegten Spendenaktion innerhalb weniger Monate genug Geld zusammen, um den Bau des geplanten Klosters am westlichen Ortsrand zu verwirklichen. Bischof Graber legte dazu am 28. April 1963 den Grundstein; bereits ein halbes Jahr später, am 22. September – zugleich der erste Todestag der „Resl“ – konnten Kloster und Kapelle im Beisein von rund 50000 Gläubigen geweiht werden. Damit ging der letzte Wunsch der allseits verehrten Mystikerin in Erfüllung. Die Niederlassung wurde nach der Lieblingsheiligen der Gründerin, der hl. Theresia vom Kinde Jesu, benannt. Ab Oktober 1963 widmeten sich die Karmeliterinnen zusammen mit 30 Pensionärinnen im Gebet den Anliegen der Kirche und der Diözese.

 

Zwei Jahre später wurde das Anwesen mit einem Landwirtschaftsbetrieb und einem Wohnhaus für Angestellte erweitert; am 5. November 1966 weihte Prälat Lorenz Rosner einen Kindergarten ein. Der Aufgabenbereich der Schwestern vergrößerte sich zusehends. 1977 schuf man durch einen Erweiterungsbau, dem Bischof Graber am 9. Juni den kirchlichen Segen gab, die Voraussetzung für den Aufbau einer Krankenstation, die durch eine ambulante Krankenpflege ergänzt wurde. In den Folgejahren standen die Modernisierung des Kindergartens (1993/94) und die Sanierung des Altbaus (1997) an. Ein zweiter Erweiterungsbau wurde 1996 angegliedert. Zum Konvent gehören im Jahr 2015 zehn Schwestern. Unter der Leitung des Klosters werden der Kindergarten mit drei Gruppen, das Seniorenheim Maria vom Karmel und die ambulante Krankenpflege betrieben. Darüber hinaus kümmern sich die Karmeliterinnen auch um die zahlreichen Besucher, die zur Wirkungsstätte der Resl von Konnersreuth kommen. 2013 feierte das Theresianum das 50-jährige Jubiläum seines Bestehens.

 

 

(Christine Riedl-Valder)

 

Link:

 

http://www.marienschwestern-v-karmel.de/Theresianum.html

 



 

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