Georgenberg


 

GESCHICHTE

Georgenberg ? strenge Askese im Namen des Herrn

Agnes, die Witwe des sächsischen Pfalzgrafen Friedrich von Bottendorf, und ihre Schwester Adelheid von Horburg schenkten ihren Besitz bei Rodach im heutigen Landkreis Coburg dem Bistum Bamberg. Bischof Otto plante an der Stelle eine Benediktinerpropstei ins Leben zu rufen. Doch sein Versuch misslang. Daraufhin übereignete Otto die Stiftung im Jahr 1135 dem Prämonstratenserstift Vessra bei Meiningen, dem Hauskloster der Grafen von Henneberg.

1149 weihte Bischof Wigbert von Brandenburg, selbst ein Prämonstratenser, die Kapelle zu Ehren des hl. Georg. Die Niederlassung wird im Schäftlarner Ordenskatalog aus der Zeit um 1270 als Kloster ?Mons Sti. Georgii? (Georgenberg) innerhalb der Ilfelder Zirkarie genannt. Da es an einer soliden wirtschaftlichen Grundlage fehlte, konnte sich das Kloster nie richtig entwickeln. Der kleine Konvent, der im Lauf seiner vierhundertjährigen Geschichte stets vom Mutterkloster Vessra abhängig blieb, muss damals aber wenigstens vier Personen umfasst haben. Ihr Leben prägte ? gemäß den Regeln ihres Gründers, des hl. Norbert (1085?1136) ? harte Handarbeit, strenges Fasten, ewiges Schweigen, immerwährende Abstinenz und vertiefte Askese.

Vom 14. Jahrhundert an scheint nur noch ein Chorherr auf dem Georgenberg gelebt haben. Er versah den Dienst in der Kapelle. 1540 wurde das Kloster säkularisiert. Heute sind nur noch Reste der Grundmauern vorhanden.

(Christine Riedl-Valder)



 

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