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Detailansicht
Der Bamberger Dom

Quelle: Kaiser Heinrich II., Landesausstellung 2002

Signatur: HEII-LA-2002-09

Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte; Ausführung: Dipl.-Ing. (FH) Sabine Gress, Universität Bamberg. Die Karten unterliegen dem Urheberschutz. Das Downloaden für Schul- und Bildungszwecke ist erlaubt (Anmeldung erforderlich!). Jede andere Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch die Rechtsinhaber.

Beschreibung:

Der Bamberger Dom zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des europäischen Mittelalters. Der Grundstein für den Bau des bestehenden Kirchengebäudes wurde um 1215 unter Bischof Ekbert von Andechs-Meran (1203-1237) begonnen. Die Einweihung des Domes erfolgte 1237. In den folgenden Jahrhunderten erfuhr das Sakralgebäude im Inneren und Äußeren noch weitere Veränderungen, die teilweise jedoch auch wieder zurückgenommen worden sind, so dass der Bamberger Dom bis heute unverkennbar als architektonisches Meisterwerk am Übergang von der Romanik zur Gotik zu erkennen ist. Auch für kunsthistorische Laien ist er im Grundriss durch die vier Türme, die jeweils paarweise an den Chören liegen, relativ gut zu erkennen.

Von der Vorgängerbebauung ist der Dom Heinrichs II., der über Kirche und Friedhof der Babenburg entstand, von besonderem Interesse. Die Kathedrale des von ihm gegründeten Bistums wurde am 6. Mai 1012 feierlich geweiht. Selbst wenn der Bayernherzog Heinrich IV. unmittelbar nach seiner Wahl zum König den Auftrag zu ihrem Bau erteilt hätte, standen demnach kaum zehn Jahre für ihre Errichtung zur Verfügung. Die Kathedrale stellt sich als Gebäude von etwa 75 Meter Länge dar, besaß ein basilikales Langhaus, ein Querschiff im Westen, je eine Krypta im Westen und Osten, war dementsprechend also doppelchörig, und zwei den Ostchor flankierende Türme. Auch wenn zum Zeitpunkt der Weihe nicht alle ihre Teile vollendet waren - obwohl die einschlägigen Berichte nicht erkennen lassen, dass wesentliche Bereiche noch unbenutzbar gewesen wären - , ist die Kürze der für die Verwirklichung eines solchen Bauvorhabens benötigten Zeit bemerkenswert. Heinrich II. und die Kaiserin Kunigunde fanden hier ebenso ihre letzte Ruhe, wie Papst Clemens II. (gest. 1047). Das Clemens-Grab ist die einzige Papstbestattung nördlich der Alpen. Zur religiösen und künstlerischen Bedeutung des Innenraumes trugen darüber hinaus seit dem Spätmittelalter Künstler wie Tilman Riemenschneider, Veit Stoß oder Lucas Cranach bei. 

Quelle: Sage, Walter: Die Ausgrabungen im Bamberger Dom, in: Kirmeier, Josef / Schneidmüller, Bernd / Weinfurter, Stefan / Brockhoff, Evamaria (Hrsg.), Kaiser Heinrich II. 1002-1024, Augsburg 2002, S. 93-109.

Kunst & Kultur - Der Bamberger Dom:
http://www.erzbistum-bamberg.de/kunst_kultur/domrundgang/dom.html

Literatur:

  • Sage, Walter: Die Ausgrabungen im Bamberger Dom, in: Heinrich II. 1002 - 1024, hg. von Josef Kirmeier / Bernd Schneidmüller / Stefan Weinfurter et al., Augsburg 2002, S. 93-109.
  • Baumgärtel-Fleischmann, Renate: Der Bamberger Dom. Die Umgestaltung des Innenraums und die Entwicklung der festen Austattung bis zum Ende des Mittelalters, in: Heiliger Raum. Architektur, Kunst und Liturgie in mittelalterlichen Kathedralen und Stiftskirchen, hg. von Franz Kohlschein/Peter Wünsche (Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen 82), Münster 1998, S. 59-99.
  • Baumgärtel-Fleischmann, Renate: Die Altäre des Bamberger Domes von 1012 bis zur Gegenwart, Bamberg 1987 (Veröffentlichungen des Diözesanmuseums Bamberg 4)
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