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Die Grenzen der Bistümer Würzburg und Eichstätt im frühen Mittelalter

Quelle: Edel und Frei. Franken im Mittelalter, 2004

Wolfgang Jahn, in: Edel und Frei. Franken im Mittelalter, hg. von Wolfgang Jahn / Jutta Schumann / Evamaria Brockhoff, Augsburg 2004 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 47/04), S. 138, Kat.-Nr. 27.

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Signatur: FRA-LA-2004-09

Copyright:

Haus der Bayerischen Geschichte; Entwurf: Haus der Bayerischen Geschichte nach Johannes Merz; Kartografie und Grafik: Gruppe Gut, Bozen/Susanne Schnitzer, Kiel

. Die Karten unterliegen dem Urheberschutz. Das Downloaden für Schul- und Bildungszwecke ist erlaubt (Anmeldung erforderlich!). Jede andere Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch die Rechtsinhaber.

Beschreibung: Die Errichtung der Bistümer Würzburg und Eichstätt durch Bonifatius und die Einsetzung von Bischöfen waren wichtige kirchenpolitische Vorgänge. Nach dem Machtverlust der ersten Würzburger Herzöge zu Beginn des 8. Jahrhunderts waren die Hausmeier der Merowingerkönige die bestimmenden politischen Kräfte in Franken. So ist die Missionstätigkeit des Angelsachsen Bonifatius (672/73–754) ohne die Zustimmung Karl Martells (714/23–741) nicht denkbar. Obwohl die eigentlichen Gründungsurkunden für Würzburg und Eichstätt fehlen, vermitteln die vorhandenen Quellenbelege ein hinreichend genaues Bild des Geschehens. Die Gründung Würzburgs dürfte 741 oder 742 erfolgt sein, wie der fast zeitgleiche Briefwechsel von Bonifatius mit Rom berichtet. Um die Jahresmitte 742 informierte Bonifatius Papst Zacharias über seine Bistumsgründungen Würzburg, Büraburg bei Fritzlar und Erfurt. Am 1. April 743 genehmigte der Papst diese neuen Bistümer, allerdings mit einigen deutlichen Seitenhieben dahingehend, dass Bistumsgründungen gewisse „Mindestanforderungen“ erfüllen müssten. So sollten Bischofssitze nur an bevölkerungsreichen Orten eingerichtet werden. Die großzügige Gründungsausstattung durch den Hausmeier Karlmann zählte 25 Kirchen auf, die östlich von Spessart und Odenwald um Würzburg herum, im Norden bis Mellrichstadt und im Süden bis zum Neckar lagen. 13 dieser Kirchen waren dem fränkischen Reichspatron Martin von Tours und drei dem hl. Remigius geweiht, ein deutliches „Zeichen merowingischer und frühkarolingischer Missionsarbeit in Franken“ (W. Störmer). Weitere Abgabenübertragungen durch die Karolinger banden das Bistum stark an den königlichen Fiskus. Die Eichstätter Bistumsgründung dürfte nur wenige Jahre später stattgefunden haben. In der Lebensbeschreibung des Bonifatius heißt es, er habe Willibald mit dem Bischofssitz in Eichstätt betraut, was auf ein Datum vor 754, dem Todesjahr von Bonifatius, schließen lässt. Bereits 740 hatte Willibald im Zusammenwirken mit Bonifatius, dem bayerischen Herzog Odilo und einem bayerischen Adligen das Kloster Eichstätt gegründet. So setzte sich der Eichstätter Sprengel aus verschiedenen stammesmäßigen und politischen Gliederungen

Literatur:

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