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Die Niederlande um 1620

Quelle: Der Winterkönig, Landesausstellung 2003

Signatur: WINT-LA-2003-12

Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte; Entwurf: Stephan Lippold / Barbara Steinherr; Ausführung: Würth & Winderoll. Die Karten unterliegen dem Urheberschutz. Das Downloaden für Schul- und Bildungszwecke ist erlaubt (Anmeldung erforderlich!). Jede andere Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung durch die Rechtsinhaber.

Beschreibung: Kurzinformation:
Bereits in den 80er- Jahren des 16. Jahrhunderts hatten sich sieben niederländische Provinzen von der habsburgischen Herrschaft befreit und in der Republik der Vereinigten Niederlande zusammengeschlossen. Anfang des 17. Jahrhunderts war diese Republik zu einer bedeutenden wirtschaftlichen und militärischen Macht aufgestiegen.

Ausführliche Information:
In die Zeit des achtzigjährigen Spanisch-Niederländischen Krieges, der im Jahr 1568 begann und erst mit dem Westfälischen Frieden 1648 beendet wurde, fielen Gründung und Aufstieg der Republik der Vereinigten Niederlande. 1581 hatten sich sieben niederländische Provinzen von Spanien lösen können. In der Verfassung dieser ?Generalstaaten? war festgelegt, dass die einzelnen Provinzen ihre Vertretungsgremien (Provinzialstände) haben sollten, aus denen sie Abgeordnete entsandten, die unter dem Vorsitz Hollands im Haag tagten. Die politische Führung hatte ein Ratspensionär, den die Provinz Holland stellte. Die Institution des Staathalters sollte beibehalten werden und blieb schließlich in der Familie der Oranien, aus der auch die Mutter Kurfürst Friedrichs V. von der Pfalz stammte.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wuchs die außenpolitische Bedeutung der Republik, die außerdem als Seemacht schon früh den Kolonialhandel aufnahm und Stützpunkte im ostindischen Archipel sowie in Latein- und Nordamerika schuf und dadurch zu einer bedeutenden europäischen Wirtschaftsmacht aufstieg.

Text: Stephan Lippold / Barbara Steinherr

Literatur:

  • North, Michael: Geschichte der Niederlande, München 2003, 2. durchgesehene und aktualisierte Auflage
  • Königsberger, Helmut G.: Warum wurden die Generalstaaten der Niederlande im 16. Jahrhundert revolutionär?, in: Das römisch-deutsche Reich im politischen System Karls V., hg. von Heinrich Lutz, München 1982 (Schriften des Historischen Kollegs; Kolloquien 1), S. 239 ff.
  • Gräf, Holger Th., Gestaltende Kräfte und gegenläufige Entwicklungen im Staatensystem des 17. und 18. Jahrhunderts: Die Republik der Vereinigten Niederlande als Macht des Übergangs, in: Das europäische Staatensystem im Wandel. Strukturelle Bedingungen und bewegende Kräfte seit der Frühen Neuzeit, hg. von Peter Krüger, München 1996 (Schriften des Historischen Kollegs; Kolloquien 35), S. 11 ff.
  • Johannes Arndt: Das Heilige Römische Reich und die Niederlande 1566-1648. Politisch-konfessionelle Verflechtung und Publizistik im Achtzigjährigen Krieg, Köln 1998 (Münstersche historische Forschungen 13)
  • Schilling, Heinz: Der Aufstand der Niederlande: Bürgerliche Revolution oder Elitenkonflikt?, in: 200 Jahre amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, hg. von Hans-Ulrich Wehler, Göttingen 1976 (Geschichte und Gesellschaft Sonderheft 2), S. 177 ff.
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