Quelle: Kaiser Heinrich II., Landesausstellung 2002
Signatur: HEII-LA-2002-01
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Beschreibung: Für die Geschichtsschreiber der Jahrtausendwende war das Reich schwer fassbar. Es besaß keine fest umrissenen Grenzen und lieh sich seinen Namen "regnum" von der Herrschaft eines gemeinsamen Königs. Der Begriff "regnum" meinte zunächst allgemein "Herrschaft, Herrschaftsbereich, Königtum". Erst die Person des "rex", des Herrschers, und seine Gegenwart machten dieses Reich erfahrbar: Heerzüge und Hoftage, persönliche Kontakte über die verschiedenen Reichsteile hinweg und vor allem das ständige Bereisen des Herrschaftsraums schufen trotz der großen Distanzen und der mühsamen Fortbewegungsmöglichkeiten einen gemeinsamen Horizont und eine gemeinsame Handlungsebene für die Großen, die mit dem König unterwegs waren. In diesem permanenten Umritt lag eine der großen Leistungen Kaiser Heinrichs II. für die Integration des Reichs. Auch in seiner Herzogszeit war Heinrich in diesem Reich unterwegs gewesen - von der Ausbildung in Hildesheim bis zu seiner Teilnahme an den Romzügen Ottos III. Nach seiner Krönung dehnte Heinrich das Reisekönigtum systematisch aus. Seine Urkunden dokumentieren, wer den König aufsuchte und wo er in seinem Siegelbild dauerhaft gegenwärtig blieb. Dem Krönungsumritt von 1002 folgte ein Kirchenumritt und eine unablässige Reisetätigkeit.
Literatur:
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