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Markt Triefenstein


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Durch einen silbernen Wellenbalken geteilt von Blau und Rot; oben eine goldene Otterngabel, beseitet von je einer silbernen heraldischen Rose mit goldenen Butzen und Kelchblättern, unten schräg gekreuzt ein goldener und ein silberner Schlüssel


WAPPENGESCHICHTE
Die Gemeinde Triefenstein besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Homburg, Lengfurt, Rettersheim und Trennfeld und führt seitdem den Namen Triefenstein. Der Ortsname leitet sich von dem gleichnamigen 1102 gegründeten Augustiner-Chorherrenstift ab, das für das Gemeindegebiet von großer Bedeutung war und 1803 aufgehoben wurde. Das Kloster war lange Zeit vogtfrei und unterstand direkt dem Hochstift Würzburg. Nach einem Erlass von Papst Johannes XXII. (1316 bis 1334) war oberster Vogt und Schirmherr der Papst. Die beiden gekreuzten Schlüssel sind dem Klosterwappen entnommen und weisen darauf hin, dass die Klosterkirche dem heiligen Petrus geweiht war. Sie standen auch im untergegangenen Wappen von Trennfeld, ebenso die Otterngabel, die in einem Dorfsiegel von 1777 belegt ist. Als Zunftzeichen weist sie auf die bedeutende Mainfischerei hin. Die zwei silbernen Rosen sind dem untergegangenen Wappen von Lengfurt entnommen. Als Wappenfiguren der Grafen von Wertheim erinnern sie an die gräfliche Dorfherrschaft bis zu deren Aussterben 1556. Für Lengfurt ist bereits im 16. und 17. Jahrhundert eine Wappenführung belegt. Wappen und Siegel gerieten nach dem Übergang an das Hochstift Würzburg und später an Bayern allerdings in Vergessenheit. Der Wellenbalken stellt die geografische Lage der Gemeinde am Main dar. Die Farben Silber und Rot sind die Farben des Hochstifts Würzburg, das in Homburg ein Amt unterhielt. Hier soll auch der erste Bischof von Würzburg, Burghard (gestorben um 753) in einer der bekannten Tropfsteinhöhlen unter der Burg gestorben sein.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1981

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Unterfranken

Beleg  Schreiben der Regierung von Unterfranken vom 08.07.1981

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Homburg a.Main, Lengfurt, Trennfeld

Elemente aus Familienwappen von Wertheim


LITERATUR
Reder, Klaus: Unterfränkisches Wappenbuch, CD-R, Würzburg 1997
Reinwarth, Günter: Zwischen Wald und Main, Würzburg 1984, S. 258-259
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 752
Störmer, Wilhelm: Marktheidenfeld (Historischer Atlas von Bayern, Franken 10), München 1962, S. 87-90
Schöler, Eugen: Historische Familienwappen in Franken (J. Siebmachers Grosses Wappenbuch F), Neustadt a.d. Aisch 1975, S. 113, Taf. 63 (von Wertheim)
Unser Bayern, Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1969, S. 24 (Trennfeld), 1978, S. 8 (Lengfurt)


BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Unterfranken
Landkreis  Main-Spessart
Fläche  25.47 qkm
Einwohner  4264
Ew/qkm  167
Breite  49.8006 Nördliche Breite
Länge  9.60674 Östliche Länge
GKZiffer  9677154
PLZ  97855
Region  Region 2 Würzburg
KFZ-Kennz.  MSP 
Internet  Markt Triefenstein
E-Mail  Markt Triefenstein
 
1. Bürgermeister Norbert Endres
Rathausstr. 2 97855 Triefenstein (Hausanschrift)
Rathausstr. 2 97855 Triefenstein (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9395 9701-0
Fax +49 (0)9395 9701-15



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