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Stadt Stadtprozelten


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Silber eine rote Burg mit Torturm und blauen Dächern, über dem Tor der goldene Buchstabe B; beiderseits des Turmhelms die strahlende, gesichtete goldene Sonne und ein gesichteter goldener Halbmond.


WAPPENGESCHICHTE
Die Herren von Bratsfelden gründeten in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts vom alten Dorfprozelten aus die Burg und den Ort Prozelten. Um 1250 erscheint die Burg samt Zubehör im Besitz der Reichsschenken von Schüpf-Klingenberg. Über die Grafen von Wertheim und Hanau kam die Herrschaft Prozelten 1321 zum Deutschen Ritterorden, der im Ort eine Kommende einrichtete und seit 1329 die Hochgerichtsbarkeit innehatte. Kaiser Karl IV. erhob den Ort 1355 zur Stadt. 1484 kam Stadtprozelten durch Tausch an den Kurstaat Mainz und blieb dort bis zum Ende des Alten Reichs 1803. Bis 1688 war Stadtprozelten Sitz eines Amtes, seitdem verfiel die Burg. Aus dem 16. Jahrhundert sind die ältesten Siegel überliefert. Das Gebäude stellt wohl die einstige Deutschordensburg dar, die Sonne und der Mond sind vermutlich alte Ortszeichen. Auf einer Glasscheibe im Rathaus von 1600 und in einem etwa gleich alten Siegel steht in Rot eine silberne Mauer mit dem Großbuchstaben B als Initiale des damaligen Ortsnamens Brodselden im Tor. Darüber schwebt das sechsspeichige Mainzer Rad, das sich auf den Kurstaat Mainz bezieht. Im 19. Jahrhundert änderten sich die Farben mehrmals. Der Ortsname Stadtprozelten tauchte erstmals 1319 auf zur Unterscheidung von Dorfprozelten im gleichen Landkreis und Langprozelten im Landkreis Main-Spessart.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 16. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Von Siegelführung abgeleitet


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 68
Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, S. 536-538
Pampuch, Andreas: Stadt- und Landkreiswappen von Unterfranken, Volkach 1972, S. 152-153
Schreiber, Hans-Joachim: Kommunalheraldik im ehemaligen Landkreis Marktheidenfeld, Zulassungsarbeit Universität Würzburg 1973, S. 149-152
Reder, Klaus: Unterfränkisches Wappenbuch, CD-R, Würzburg 1997
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 710
Störmer, Wilhelm: Miltenberg. Die Ämter Amorbach und Miltenberg des Mainzer Oberstifts als Modelle geistlicher Territorialität und Herrschaftsintensivierung (Historischer Atlas von Bayern, Franken, I/25), München 1979, S. 65
Reitzenstein, Wolf-Armin von: Lexikon bayerischer Ortsnamen, München 1991 (2. Aufl.), S. 364


FAHNE
Rot-Weiß-Rot mit aufgelegtem Wappen
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Unterfranken
Landkreis  Miltenberg
Fläche  10.84 qkm
Einwohner  1546
Ew/qkm  143
Breite  49.7881 Nördliche Breite
Länge  9.41361 Östliche Länge
GKZiffer  9676158
PLZ  97909
Region  Region 1 Bayerischer Untermain
KFZ-Kennz.  MIL 
Internet  Stadt Stadtprozelten
E-Mail  Stadt Stadtprozelten
 
1. Bürgermeisterin Claudia Kappes
Hauptstr. 132 97909 Stadtprozelten (Hausanschrift)
Hauptstr. 132 97909 Stadtprozelten (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9392 9760-0
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