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WAPPENGLOSSAR

 


Von "Abgewendet" bis "Zwillingsschrägbalken" –
Das Glossar zur Wappenkunde

Die Heraldik bedient sich einer exakten Fachsprache, vor allem, was die so genannte Blasonierung, die wissenschaftlich exakte Beschreibung der Wappen, angeht. Um einen bequemen Zugang zu dieser nicht alltäglichen Begrifflichkeit zu schaffen, hat Frau Dr. Emma Mages ein Glossar erarbeitet.

Schach
Einteilung in Form eines Schachbretts; siehe geschacht.

Schächerkreuz
Gabelkreuz; ein Kreuz, dessen Arme gabelförmig nach oben verlaufen.

Schild
Ursprünglich Kampfschild des Ritters. In der Heraldik sind Schild und Helm die wichtigsten Bestandteile des Wappens. Der Schild eignet sich wegen seiner Flächigkeit für die Anbringung von Erkennungszeichen. In der neuzeitlichen Heraldik steht der Schild als Wappen meist allein. Nach der Form des Schildes unterscheidet man mandelförmige (normannische), dreieckige und halbrunde Schilde; ein Tartschenschild ist halbrund und hat oben oder an der Seite eine Einbuchtung. Die Schildformen variierten und folgten der Stilentwicklung der kunstgeschichtlichen Epochen. Die Schildform ist nicht rechtserheblich. Bei den in den 1950er Jahren angenommenen Kommunalwappen wurden Schilde mit diversen Einkerbungen am Rand bevorzugt, gelegentlich kommen auch Rundschilde (z.B. Winzer), Halbrundschilde mit einer kleinen Spitze unten (z.B. Plößberg), sogar ein Schild in Form der Gemeindenamensinitiale (J bei Jachenau) und andere Varianten vor. Die Standardwerke zur Heraldik der Städte und Gemeinden stellen alle Wappen einheitlich im Halbrundschild dar.

Schildbord
Um den Schildrand gelegte Einfassung, die sich von der Schildfläche in Farbe oder Pelzwerk unterscheidet.

Schildfuß
Heroldsbild, das durch eine Teilungslinie im unteren Drittel des Schildes entsteht.

Schildhaupt
Heroldsbild, das durch eine Teilungslinie im oberen Drittel des Schildes entsteht.

Schrägbalken
Ein Heroldsbild, das durch die zweifache Teilung des Schildes von oben rechts nach unten links (bzw. von oben links nach unten rechts) bei nur zwei Farben entsteht.

Schragen
Aus einem Schrägbalken und einem Schräglinksbalken zusammengesetztes Heroldsbild; Schrägkreuz, Andreaskreuz.

Schräglinksbalken
Ein Balken verläuft von links oben nach rechts unten.

schreitend
Abbildung von Tieren mit erhobenem Vorderfuß und drei Füßen am Boden.

Sechspass
Sechs kreisförmig angeordnete Bögen bilden einen Rahmen für ein Wappen auf Siegeln.

Seitenangabe, heraldische
Beschreibung des Schildes aus der Position des Schildträgers, rechts entspricht vom Betrachter aus gesehen links und umgekehrt.

Sekretsiegel
Ursprünglich besondere Siegel für geheime Anlässe, die erst in der Reichskanzlei nachweisbar sind und seit dem Spätmittelalter allgemein als Kontrollsiegel verbreitet waren.

Siegel
Vertieft geschnittener Stempel mit Bild, Wappen oder anderem Erkennungszeichen des Siegelführenden zur Herstellung des Siegelabdruckes. Siegel bildeten seit dem Mittelalter einen wesentlichen Bestandteil des Rechtswesens; sie wurden rechtlich wirksames Beglaubigungs- und Beweismittel.

Siegelbild
Bilddarstellung im Siegel, kann auch ein Wappenschild, darin ein Wappenbild, sein.

Siegelführung
Recht, ein Siegel zu führen und damit Rechtsgeschäfte zu beglaubigen.

Spalt
Am Spalt nennt man eine zur Hälfte dargestellte gemeine Figur, die mit ihrer Schnittlinie an eine Spaltungslinie grenzt, z.B. wachsender Löwe am Spalt.

Spaltung
Senkrechte Teilung des Schildes.

Sparren
Heroldsbild einer Spitze, das durch parallel laufende Linien ergänzt wird.

Spitze
Heroldsbild in Form eines Keiles, dessen Spitze zur Mitte des obernen Randes läuft.

Stab
Heroldsbild von der halben Breite eines Pfahls.

stehend
Wappentier mit vier Füßen am Boden.

steigend
Wappentier mit zwei erhobenen Vorderfüßen und zwei Hinterfüßen am Boden.

 

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