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Gemeinde Seefeld


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Unter dreimal von Rot und Gold gespaltenem Schildhaupt in Silber eine eingeschweifte blaue Spitze, darin ein goldenes Kleeblatt; vorne eine rote heraldische Rose mit goldenem Butzen, hinten nebeneinander zwei pfahlweise gestellte schwarze Rauten.


WAPPENGESCHICHTE
Das Gemeindewappen vereint heraldische Symbole verschiedener adliger Familien, die in der Geschichte des heutigen Gemeindegebiets eine Rolle spielten und verweist damit zugleich auf die Neubildung der Gemeinde Seefeld aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Oberalting-Seefeld, Hechendorf a. Pilsensee und Meiling im Jahr 1978. Die mehrfache Spaltung von Rot und Gold im Schildhaupt, der sogenannte Meilinger Balken, erinnert an die adlige Familie der Meilinger, die im Hochmittelalter als Andechser Ministerialen und Grundherren in Hechendorf von Bedeutung waren. Die zwei senkrecht gestellten schwarzen Rauten sind dem Familienwappen der Hochfreien von Seefeld entnommen. Die 1351 ausgestorbenen Seefelder sind seit Mitte des 12. Jahrhunderts ebenfalls als Andechser Ministerialen nachweisbar. Ihre Güter und das Wappen haben nach einigen anderen Besitzern 1472 die Törring-Jettenbach, dann 1555 die Törring-Stein übernommen, die seit 1630 den Grafentitel führten und sich auch nach Seefeld nannten. Die rote heraldische Rose ist die Minderung des Törring-Stammwappens (drei zwei zu eins gestellte rote Rosen in Silber) und erinnert an die Grafen von Törring-Seefeld, denen es bis Mitte des 18. Jahrhunderts gelang, eine ausgedehnte Herrschaft um den Pilsen- und den Wörthsee zu formieren. Die Törring hatten Seefeld bis Mitte des 19. Jahrhunderts zuletzt das Patrimonialgericht inne. Der Meilinger Balken und die Törring-Rose waren auch Bestandteil des 1968 von der früheren Gemeinde Hechendorf angenommenen Wappens. Das Kleeblatt verweist auf die noch landwirtschaftlich genutzten Gebiete der Gemeinde vor allem im Bereich der bis 1972 ebenfalls noch selbstständigen Gemeinden Unering und Drößling. Die Feldtingierung in Silber und Blau nimmt die bayerischen Landesfarben auf; sie waren auch die dominierenden Farben des von 1974 bis 1978 gültigen Wappens der Gemeinde Oberalting-Seefeld.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1981

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Oberbayern

Beleg  Schreiben der Regierung von Oberbayern vom 24.04.1981

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Oberalting-Seefeld, Hechendorf a.Pilsensee

Elemente aus Familienwappen Meilinger, von Seefeld, von Törring-Seefeld


LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1985, S. 40 (Seefeld); 1969, S. 88 (zu Hechendorf a.Pilsensee); 1976, S. 8 (zu Oberalting-Seefeld)
Albrecht, Dieter: Das Landgericht Starnberg (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 3), München 1951, S. 7 f., 26
Albrecht, Dieter: Das Landgericht Weilheim (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 4), München 1952, S. 19, 30 ff.
Unser Landkreis Starnberg, 2. Aufl., Bamberg 1985, S. 64, 120
Denkmäler in Bayern Bd. I.21: Landkreis Starnberg, München 1989, S. 240 ff. (Törring-Epitaphe in Oberalting), 250 ff.
Lieberich, Heinz: Die bayerischen Landstände 1313/40-1807 (Materialien zur bayerischen Landesgeschichte 7), München 1990, S. 71 f.


FAHNE
Gelb-Blau-Gelb
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberbayern
Landkreis  Starnberg
Fläche  20.96 qkm
Einwohner  7172
Ew/qkm  342
Breite  47.9667 Nördliche Breite
Länge  11.3 Östliche Länge
GKZiffer  9188132
PLZ  82229
Region  Region 14 München
KFZ-Kennz.  STA
Internet  Gemeinde Seefeld
E-Mail  Gemeinde Seefeld
 
1. Bürgermeister Wolfram Gum
Am Technologiepark 16 82229 Seefeld (Hausanschrift)
Am Technologiepark 16 82229 Seefeld (Postanschrift)
Telefon +49 (0)8152 7914-0
Fax +49 (0)8152 97418-0



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