Die Burg Steinamwasser wird erstmals 1144 mit Syboto de Steinigewasser
indirekt erwähnt, der vermutlich der Sulzbacher Ministerialenfamilie von
Thurndorf entstammte. 1225 wird ein munitio S. genannt. Zum Zeitpunkt ihrer
ersten gesicherten Direktnennung 1295 als municionem Steinigewazzer befand sich
Steinamwasser im Eigentum des Bistums Bamberg bzw. als Pfand im Besitz der
Landgrafen von Leuchtenberg. 1405 war die wohl im Jahr 1400 im Zuge einer Fehde
zwischen den bayerischen Pfalzgrafen und König Wenzel zerstörte Burg bereits
ruinös, denn sie wird damals als burgstal czu Strebenstein in Villa
Steingenwasser beschrieben. Den neuen Namen „Strebenstein“ verdankt sie ihrem
damaligen Besitzer Hans Streber, einem Nürnberger Bürger, der die die Burg bis
1407 wieder aufbaute. 1412 war die Burg besitzmäßig zweigeteilt.
1430 brannten die Hussiten Steinamwasser nieder, die aber von 1441 bis 1446
erneut instandgesetzt wurde, bevor ihr eine dritte Zerstörung 1460/62 im
Fürstenkrieg den endgültigen Garaus bereitete. Die Burg wurde zwar weiter
verliehen und geteilt, vermutlich aber als Ruine.
Wikipedia: zum Eintrag
Koordinaten: 11.606037, 49.727624
Baugeschichte
In Ermanglung einer kompetenten bauhistorisch-burgenkundlichen Untersuchung
lässt sich der überkommende Baubestand nur unter Vorbehalt datieren. Die sehr
sauber behauenen und sorgsam gesetzten Kleinquader der Ringmauer legen eine
Erbauung noch vor 1144 nahe.
Der Wiederaufbau in den Jahren von 1405 bis 1407 durch Hans Streber umfasste
vermutlich lediglich Fachwerkbauten, denn Streber musste sich verpflichten, die
Burg fürßbaß von maurwerck weder inwendig noch außwendig zu bevesten.
Stattdessen musste Streber holtzwerck mit ziegeln und zigelsteins verwenden.
Diese Holzaufbauten sind natürlich längst abgegangen.
Baubestand
Die Burgreste kauern auf einem freistehenden, etwa 20 m hohen Fels (440 m ü
NN) über dem Nordufer des Ortlesbaches nahe der Stelle, wo dieser mit dem
Goldbrunnenbach zsuammenfließt. Dieser Felsklotz war vom angrenzenden Gelände
durch einen schluchtartigen Graben getrennt und wurde über einen östlich
vorgelagerten Felszahn erreicht. Das Gipfelplateau etwa 30 x 10 m Größe war von
einer Ringmauer umfriedet, von der sich nach Süden und Osten noch eindrucksvolle
Reste meterhoch erhalten haben.
An der leicht erhöhten Westseite erhob sich einst ein wohnliches, turmartiges
Gebäude.
Touristen Information
Der steile Felsturm ist nicht begehbar. Einkehrmöglichkeit im vor der Burgruine gelegenen Landgasthof „Zum Mittler“, dessen Besitzer auch die Burgruine gehört. Als Besonderheit bietet der Landgasthof zur Kirchweih Anfang September und im November im Holzbackofen gebratene Kirchweih- bzw. Martinigänse.