1150 erscheint Hermannus filius Wolframmi von Levflign urkundlich. Vater und Sohn standen in der Ministerialität der Diepoldinger. Wohl im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts kam Loifling an die Familie Poyßl und wurde unter Ulrich Poyßl beträchtlich ausgebaut. 1475 wurde für die Burgkapelle U. L. Frau, Johannes d. Täufer und Johannes Ev. ein Ablassbrief gewährt. 1488 erscheint Loifling erstmals als Hofmark. Die 1697 in den Freiherrenstand erhobenen Poyßl hielten Loifling bis 1818, als Johann Nepomuk Poyßl die Burg an den Brauer J. M. Grafwallner veräußerte, der eine umfangreiche Renovierung vornahm. Dem Erwerb durch den Staat im Jahr 1830 folgten mehrere Besitzwechsel, verbunden mit Substanzverlusten. 1895 kam die nördliche Burghälfte an die Brauerfamilie Häring, während die südliche Hälfte als landwirtschaftliches Anwesen diente. Nach dem Erwerb durch die Gemeinde wurde die Anlage von 1988 bis 1998 saniert und instand gesetzt. Seitdem dient sie der Gemeinde als Kulturzentrum.
Text: Joachim Zeune
Text: Joachim Zeune
Koordinaten: 12.637614, 49.168433
Baugeschichte
1150 erscheint Hermannus filius Wolframmi von Levflign urkundlich. Vater und Sohn standen in der Ministerialität der Diepoldinger. Wohl im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts kam Loifling an die Familie Poyßl und wurde unter Ulrich Poyßl beträchtlich ausgebaut. 1475 wurde für die Burgkapelle U. L. Frau, Johannes d. Täufer und Johannes Ev. ein Ablassbrief gewährt. 1488 erscheint Loifling erstmals als Hofmark. Die 1697 in den Freiherrenstand erhobenen Poyßl hielten Loifling bis 1818, als Johann Nepomuk Poyßl die Burg an den Brauer J. M. Grafwallner veräußerte, der eine umfangreiche Renovierung vornahm. Dem Erwerb durch den Staat im Jahr 1830 folgten mehrere Besitzwechsel, verbunden mit Substanzverlusten. 1895 kam die nördliche Burghälfte an die Brauerfamilie Häring, während die südliche Hälfte als landwirtschaftliches Anwesen diente. Nach dem Erwerb durch die Gemeinde wurde die Anlage von 1988 bis 1998 saniert und instand gesetzt. Seitdem dient sie der Gemeinde als Kulturzentrum.
Text: Joachim Zeune
Text: Joachim Zeune
Baubestand
Das ehemalige Wasserschloss liegt in der sumpfigen Talaue des Pentinger Baches. Das komplexe, weitgehend verputzte Gebäudeensemble wird von einem viergeschossigen Wohnturm mit Walmdach dominiert, der ihr Südosteck einnimmt. Seine Grundfläche beträgt 11,2 x 12,7 Meter über 1,2 Meter starken Bruchsteinmauern. Erhalten haben sich an ihm der ursprüngliche Eingang mit Fragmenten seiner Zugbrückenkonstruktion, mehrere Schlitzfenster und Ausgusssteine. Farblich abgesetzt ist das sekundär aufgesetzte oberste Geschoss, dessen Spatenscharte von 1458/59 burgenkundlich interessant ist. Nördlich angebaut ist der mehrfach überformte und ausgebaute Kapellentrakt mit dem 1457 datierten Wappen des Ulrich Poyßl. An den Bogengang des 16. Jahrhunderts schließt der völlig überformte Wohnbau aus den 1470er-Jahren an. Der Nordteil des Schlosses ist stark verbaut.
Text: Joachim Zeune
Text: Joachim Zeune
Touristen Information
Das als Kulturzentrum genutzte Schloss steht auch für Veranstaltungen zur Verfügung. Nähere Informationen auf der Internetseite der Gemeinde Traitsching.